München, 18.04.2013

AutoScout24-Händlerstudie: Geschäftsklima stabil

Gebrauchtwagenhändler mit gemischten Erwartungen für die erste Jahreshälfte

Die Stimmung bei den deutschen Gebrauchtwagenhändlern ist stabil. Für die erste Jahreshälfte 2013 erwarten zwar 24,4 Prozent der Händler einen Rückgang des Geschäfts gegenüber 2012. Aber immerhin 22,2 Prozent glauben, dass sich ihr Geschäft positiv entwickeln wird. Von einem gleichbleibenden Status gehen 39,6 Prozent der Befragten aus. Das zeigt eine repräsentative Händlerbefragung der puls Marktforschung im Auftrag von AutoScout24. Für die Studie wurden Ende 2012 in Deutschland 251 markengebundene und 249 freie Händler befragt.

Die Gruppe der freien Händler polarisiert jedoch in ihrer Prognose stärker als die Markenhändler: So gehen 23,3 Prozent der freien Händler von einem besseren Geschäft aus – bei den Markenhändlern sind dies nur 21,1 Prozent. Gleichzeitig glauben aber auch 25,3 Prozent der freien Händler, dass sie in der ersten Jahreshälfte mit geringerer Nachfrage rechnen müssen. Bei den Markenhändlern tun dies lediglich 23,5 Prozent.

Überbestand 2012 größer als im Jahr zuvor
Die verhaltenen Erwartungen der Händler könnten ihren Ursprung in der Marktentwicklung im Jahr 2012 haben. So gab es 2012 im Vergleich zum Jahr davor einen deutlichen Überbestand an Fahrzeugen. Der Studie zufolge vermeldeten 11 Prozent der Befragten einen Überbestand – 2011 waren es lediglich 5,8 Prozent. Einen Normalbestand verzeichneten 65,6 Prozent gegenüber 57,5 Prozent im Jahr davor. Weniger als ein Viertel (23,4 Prozent) stellt 2012 einen Unterbestand an Fahrzeugen fest. 2011 waren es noch 36,6 Prozent.

Besonders stark betroffen vom Überbestand waren 2012 die Markenhändler mit einer Quote von 13,5 Prozent. Bei den freien Händlern lag diese mit 8,4 Prozent deutlich niedriger. Auch der Unterbestand ist bei den freien Händlern weit stärker ausgeprägt: Fast jeder Dritte (30,1 Prozent) hat weniger Fahrzeuge im Angebot als nachgefragt werden, bei den Markenhändlern trifft dies nur auf 16,7 Prozent zu.

Standzeiten haben sich geringfügig erhöht
Für 2012 vermeldeten 28,2 Prozent der Umfrageteilnehmer längere Standzeiten als im Vorjahr. Bei den Markenhändlern waren es 28,3 Prozent, bei den freien Händlern 28,1 Prozent. Geringere Standzeiten als noch 2011 gab es bei 27,5 Prozent der Markenhändler sowie bei 24,9 Prozent der freien Händler (26,2 Prozent im Durchschnitt). Insgesamt 38,6 Prozent der Händler haben keine Veränderungen bei den Standzeiten wahrnehmen können.

Jedes vierte Fahrzeug geht an Wiederverkäufer
In der Studie wurden die Händler außerdem gefragt, wie hoch bei ihnen der Anteil der in Zahlung genommenen Fahrzeuge an Wiederverkäufer ist. Das Ergebnis: Im Durchschnitt jedes vierte Fahrzeug wird an Wiederverkäufer abgegeben (25,8 Prozent). Bei den Markenhändlern liegt diese Quote mit einem Durchschnitt von 27,1 Prozent etwas höher als bei den freien Händlern, bei denen 24,6 Prozent der Fahrzeuge an Wiederverkäufer gingen.

Für die Studie im Auftrag von AutoScout24 hat die puls Marktforschung GmbH 251 markengebundene Händler und 249 freie Händler in Deutschland interviewt. Die telefonische Befragung fand zwischen dem 5. November und dem 5. Dezember 2012 statt. Die ausführlichen Studienergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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