München, 26.05.2014

Radfahrer gegen Autofahrer: Radler radeln gefährlich

Die einen schießen bei roter Ampel quer über die Kreuzung, die anderen setzen beim Abbiegen keinen Blinker – die Liste gegenseitiger Vorwürfe zwischen Rad- und Autofahrern ist lang. Anlässlich des Europäischen Tags des Fahrrades am 3. Juni hat AutoScout24 die Verkehrsteilnehmer in Deutschland repräsentativ befragt: Wie stehen sie denn zueinander, die Auto- und die Radfahrer? Die Befragung unter den verschiedenen Verkehrsteilnehmern zeigt: Am häufigsten halten die Deutschen die Radfahrer für die größten Sünder im Straßenverkehr (32 Prozent). 29 Prozent der Radler sehen das auch selbst so. Autofahrer fallen vor allem durch zu dichtes Auffahren und Drängeln negativ auf. Sie sind in den Augen von 23 Prozent der Verkehrsteilnehmer die größten Verkehrssünder. Motorradfahrer sehen nur 17 Prozent der Deutschen als größte Rüpel im Straßenverkehr.

Radfahrer eher gefährdet als selbst eine Gefahr

Radfahrer leben gefährlich im Straßenverkehr – dieser Aussage stimmen zwei Drittel der Verkehrsteilnehmer in Deutschland zu (66 Prozent). Als Gefahrenquelle für andere erscheinen sie allerdings nur 23 Prozent der Befragten. 24 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden das Verkehrsgebaren der Radler als überheblich.

Notorische Drängler mit Bleifuß?

Wie sehen die Vorwürfe an Autofahrer in Zahlen aus? Drei Viertel der Verkehrsteilnehmer fühlen sich vor allem durch Drängeln und zu dichtes Auffahren gestört (77 Prozent). Auch Alkohol am Steuer steht als potenzielle Gefahr weit oben auf der Liste der Bedrohungen durch Autofahrer (68 Prozent). Beide Verhaltensformen belegen mit jeweils 80 und 69 Prozent auch bei den befragten Autofahrern selbst die vorderen Plätze. Die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer (60 Prozent) stört sich an Abbiegern, die keinen Blinker setzen. Ein geringerer Anteil beklagt zu schnelles Fahren durch Autofahrer, nämlich 37 Prozent. Zu langsam fahrende Autos als Störfaktor im Straßenverkehr bemängeln 39 Prozent.

Paarweise auf der Straße geht gar nicht

Und was kritisieren die Verkehrsteilnehmer nun genau an den Radfahrern? 62 Prozent stört es, wenn diese die Straße nutzen, obwohl ein Radweg zur Verfügung stünde. Auch 61 Prozent der Radfahrer haben für diese Beschwerde Verständnis. Des Weiteren kritisieren die Verkehrsteilnehmer das paarweise nebeneinander Herfahren auf der Straße (60 Prozent). Mehr als die Hälfte (56 Prozent) stört es, dass Radfahrer angeblich die Verkehrsregeln missachten. Ein allgemein rücksichtsloses Fahrverhalten von Drahteselbesitzern beklagen 54 Prozent der Verkehrsteilnehmer.

Protzkarre versus Ökomobil

Bei 39 Prozent der Radler sorgt der Status, den Autofahrer ihrem Fahrzeug beimessen, für Augenrollen. Fast jeden fünften Verkehrsteilnehmer nerven der Lärm und der Gestank, den das Auto verbreitet (19 Prozent). Insbesondere die Jüngeren nehmen daran Anstoß (26 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen). Knapp ein Drittel (29 Prozent) aller Befragten stört sich an Radfahrern, die ständig lamentieren, dass sie angeblich im Straßenverkehr immer den Kürzeren zögen – diese Meinung wird auch von mehr als einem Viertel der Radfahrer selbst geteilt (28 Prozent). Und 17 Prozent aller Befragten haben es satt, sich von den Pedalrittern anzuhören, wie umweltbewusst sie seien.

Die Innofact AG interviewte vom 10. bis 15. April 2014 im Auftrag von AutoScout24 bevölkerungsrepräsentativ 1.029 Bürger zwischen 18 und 65 Jahren. Die ausführlichen Umfrageergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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