München, 12.06.2014

Chopper oder Roller? AutoScout24 verrät, welche Maschine zu welchem Biker passt

Ob es nun darum geht, nach Feierabend entspannt in den Sonnenuntergang zu fahren oder den Straßenverkehr in der City möglichst bequem zu bewältigen – Motorräder gibt es in unüberschaubarer Bandbreite. Für jeden Geschmack findet sich das passende Modell. AutoScout24 stellt die im Frühjahr 2014 meist nachgefragten fünf Motorradtypen und das jeweils meist gefragte Modell in jeder Kategorie nacheinander vor.

Supersport

Der Name ist Programm: Eine aktuelle Supersport hat in etwa so viel Power wie ein Weltmeisterschaftsmodell von vor zehn Jahren. Dafür spielt Komfort in dieser Kategorie eher eine untergeordnete Rolle. Klar, mit der Supersport kann man auch mal ins Büro fahren. Aber für die Stadt ist so ein Bike eigentlich nicht gemacht. „Da muss man dann extrem viel schalten“, sagt Frank Leclaire, Motorradexperte bei AutoScout24. Die Motorräder sind sehr gut ausbalanciert und mit sehr effektiven Bremsen ausgestattet. Sie haben jedoch deutlich mehr als 100 PS/74 kW und reichen tempomäßig schnell an die 250-km/h-Marke oder mehr heran. „Diese Kraft zu bändigen, bedarf einiger Erfahrung: Fahranfängern würde ich eine Supersport auf keinen Fall empfehlen“, sagt Leclaire.

Unter den gebrauchten Maschinen dieser Kategorie ist die Yamaha YZF-R1 besonders begehrt. Das erste Modell der Serie kam 1997 auf den Markt. Mittlerweile ist die R1 in der sechsten Generation unterwegs. Sie hat den Ruf, sportlichen Anspruch mit Komfort und Sicherheit in Einklang zu bringen: Die aktuelle Version aus dem Modelljahr 2012 bietet sogar eine Traktionskontrolle, die die Maschine auch bei besonders hoher Beschleunigung noch sicher auf der Straße hält. Die R1 ist gut verarbeitet. Und falls doch mal etwas anfällt, kann ihr Besitzer auf ein dichtes Netz von Werkstätten zurückgreifen.

Durchschnittspreis für eine gebrauchte Yamaha YZF-R1: 6.235 Euro*

In dieser Kategorie ebenfalls beliebt: Yamaha YZF-R6, Honda CBR 600, Kawasaki Ninja ZX – 6R, Suzuki GSX-R 600.

(*ermittelter Durchschnittspreis der bei AutoScout24 inserierten Motorräder)

Chopper/Cruiser

Beim Chopper steht nicht die schnellstmögliche Überbrückung der Distanzen von A nach B im Vordergrund. Es geht darum, gesehen und gehört zu werden. Das tiefe Blubbern, der typische Chopper-Sound kommt ohnehin bei niedrigen Umdrehungen erst richtig zum Tragen. Weitere Merkmale dieser Kategorie: weiter Radstand, flache Bank sowie weit vorne angebrachte Fußrasten. Fahrprofil: cooles Cruisen statt enge Kurven.

Das Design eines Choppers basiert klassischerweise auf der Verwendung eines Starr-Rahmen-Chassis. Dieses so genannte Hardtail ist nicht gefedert und ermöglicht daher die für den Chopper typische, sehr niedrige Sitzhöhe. Der Inbegriff des Choppers ist für viele Biker jedoch eine Softail von Harley-Davidson. Als Softail wird eine Bauweise bezeichnet, bei der das Hinterrad in einer Dreiecksschwinge aus Stahlrohr im Rahmen sitzt und die beiden Federbeine sich waagerecht unter dem Getriebe verstecken. Das Ergebnis: Gleiche Optik wie beim Hardtail, aber deutlich mehr Komfort. Harley-Davidson vermarktet in der Kategorie Softail eine ganze Reihe verschiedener Modelle wie die Fat Boy, die Heritage oder die Breakout. Gemeinsam haben sie neben der Bauweise die Motorisierung.

Bisweilen werden identische Modelle mit gleichem Baujahr zu deutlich unterschiedlichen Preisen angeboten. Bei der günstigeren Maschine handelt es sich Leclaire zufolge oft um einen Import, bei dem sich die Vorgeschichte nicht mehr rekonstruieren lässt. „Wer sich eine gebrauchte Harley kaufen will, sollte jemanden mitnehmen, der mehr Ahnung hat als man selbst“, rät Leclaire.

Durchschnittspreis für eine gebrauchte Harley-Davidson Softail: 15.620 Euro*

In dieser Kategorie ebenfalls beliebt: Harley-Davidson Fat Boy, Harley-Davidson Sportster 1200, Yamaha XV 535

(*ermittelter Durchschnittspreis der bei AutoScout24 inserierten Motorräder)

Naked Bike

Keine Lust auf Plastik: Das moderne Naked Bike ist entstanden, weil die Besitzer von Rennmaschinen deren Verkleidung beseitigt haben. In der Regel handelt es sich bei Modellen dieser Kategorie um eine auf Alltagstauglichkeit ausgelegte und damit gut zu handhabende Serienmaschine mit einer Leistung bis über 104 kW/140 PS und einem Hubraum von bis zu 1,4 Litern. Die meisten Naked Bikes sind recht bequem, da der Fahrer eine aufrechte Sitzhaltung einnimmt. Für längere Fahrten sind diese Maschinen dennoch nur bedingt geeignet. „Naked Bikes bieten kaum Raum für Gepäck und setzen den Fahrer natürlich dem Fahrtwind aus, was sich negativ auch im Spritverbrauch auswirkt“, erklärt Leclaire. „Dafür sind diese Maschinen aber meist sehr wendig wie ein BMX-Fahrrad.“

Ein typischer und gleichermaßen beliebter Vertreter der Gattung Naked Bike ist die Kawasaki Z 750 der Jahrgänge 2004 und 2006. Das Gefährt mit 6-Gang-Getriebe ist mit einer Spitzenmotorisierung von 110 PS/81 kW zu haben. Der Name gibt schon einen Hinweis: Der Hubraum der 750er beträgt 748 cm³. Die 750er ist zudem ein gutes Beispiel dafür, dass man sich vor dem Kauf eines Motorrads genau überlegen sollte, was man will. Denn die 750er gibt es in zahlreichen Variationen, die jeweils ganz unterschiedliche Ansprüche erfüllen.

Durchschnittspreis für eine gebrauchte Kawasaki Z 750: 5.124 Euro*

In dieser Kategorie ebenfalls beliebt: Kawasaki Z 1000, Kawasaki ER – 6 N, Suzuki GS 500, Honda CB 1000

(*ermittelter Durchschnittspreis der bei AutoScout24 inserierten Motorräder)

Roller/Scooter

Ist ein Roller ein Motorrad? Kommt drauf an. Es gibt auch in dieser Kategorie Maschinen, die sehr leistungsfähig sind. In jedem Fall ist ein Roller mit seinem Durchstieg recht bequem. Er bietet meist ordentlich Stauraum und ist dank seiner Automatikschaltung auch für Einsteiger in die Welt der motorisierten Zweiräder leicht zu handhaben. Nur mit dem Irrglauben, Roller fahren sei per se sicherer, möchte Frank Leclaire aufräumen. „Die Leute fahren in Shorts und Flip-Flops, weil sie denken, ihnen kann nichts passieren. Aber was sie machen, ist gefährlich.“ Also: Ein ordentlicher Helm, solides Schuhwerk und robuste Kluft sollten auch auf dem Roller getragen werden.

Und ist der Peugeot Speedfight 2 das, was man sich unter einem stilechten Roller vorstellt? Sicher ist: Dieses Modell wird in der Kategorie Roller/Scooter bei AutoScout24 besonders häufig nachgefragt. Das liegt zum einen am günstigen Preisleistungsverhältnis. „Zum anderen ist dieses Modell bei jugendlichen Tunern besonders beliebt“, sagt Leclaire. Aus diesem Grund sollte man beim Kauf eines gebrauchten Speedfight aber auch genauer hinschauen. Denn nicht alle baulichen Veränderungen sind regelkonform. „Wer selber basteln will, wünscht sich meist ein Modell im ursprünglichen Zustand.“ Seit 2009 gibt es den Speedfight 3.

Durchschnittspreis für einen gebrauchten Peugeot Speedfight 2: 1.009 Euro*

In dieser Kategorie ebenfalls beliebt: Aprilia SR 50, Yamaha Aerox 50, Peugeot Jet Force, Vespa PK 50

(*ermittelter Durchschnittspreis der bei AutoScout24 inserierten Motorräder)

Sporttourer

Sporttourer sind ein guter Mix auf zwei Rädern: Im Hinblick auf die Leistung stehen sie einer Supersportler in der Regel kaum nach. Nur liegt der Schwerpunkt in dieser Kategorie auf Komfort. Zum Beispiel findet auf der durchgehenden Sitzbank der Beifahrer gebührend Platz. In der Regel lassen sich bei diesen Modellen auch Seitenkoffer unkompliziert montieren. „Sporttourer bieten daher meist viel Gepäckvolumen. Und sie verfügen über eine recht hohe Reichweite von bis zu 300 Kilometern“, sagt Leclaire. „Das heißt, mit einer Sporttourer kann ich bequem in den Urlaub fahren.“

Die Honda CBR 600 wird seit 1986 gebaut. Sie ist ein sehr erfolgreiches und beliebtes Modell und in entsprechend hoher Stückzahl auf dem Markt. „Die CBR 600 ist ein bisschen der Golf unter den Motorrädern: sehr solide und gleichzeitig in vielen Varianten verfügbar“, so Leclaire. Das Modell hat zudem einen guten Ruf. Und es gibt wahrscheinlich immer eine Honda-Werkstatt in der Nähe, die helfen kann, falls doch mal ein Problem auftreten sollte. Übrigens: Genau genommen spielt die CBR 600 in zwei Ligen. Die F-Varianten zählen zu den Sporttourern, die RR-Variante zu den Supersportlern.

Durchschnittspreis für eine gebrauchte Honda CBR 600: 3.463 Euro*

In dieser Kategorie ebenfalls beliebt: Suzuki SV 650, Kawasaki GPZ 500 S, Suzuki GSX 600, Yamaha FZ 6 Fazer

(*ermittelter Durchschnittspreis der bei AutoScout24 inserierten Motorräder)

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