München, 29.12.2014

AutoScout24: Preis nahezu unverändert - Nachfrage im Weihnachtsmodus

Der Durchschnittspreis im AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index stieg im Dezember minimal auf 17.396 Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt der Anstieg 3,8 Prozent. Im monatlich ermittelten Börsen-Preis und der Datenanalyse spiegelt sich die von anderen Einkäufen geprägte Weihnachtszeit. Folge: Nachfragerückgänge von bis zu einem Fünftel - insbesondere bei den kleinen und kompakten Fahrzeugen. Und das, obwohl die Auswahl in so gut wie allen Fahrzeugklassen zunahm.

„Bei den Klein- und Kompaktwagen wird besonders deutlich, dass die Deutschen sich vor Weihnachten lieber um Geschenke statt um ein neues Auto kümmern: Obwohl das Angebot und damit die Auswahl in diesen Klassen mit am stärksten zunahm und auch die Preise nur moderat anzogen, verbuchten beide Kategorien wie schon im Vorjahr die größten Nachfrageverluste“, analysiert Michael Gebhardt, Automobilexperte bei AutoScout24. Einen Ausblick auf den Folgemonat gibt er ebenfalls: „Erfahrungsgemäß wird sich das dank der traditionell steigenden Ausgabebereitschaft zum Jahresanfang ins genaue Gegenteil drehen. Die Nachfrage zieht im Januar für gewöhnlich fast genauso überproportional an, wie sie im Dezember fällt.“

Crossover und SUV: Premium verliert – Importeure gewinnen

Auf eine spannende Entwicklung weist Michael Gebhardt hin: „Wie auf dem Neuwagenmarkt drängen nun auch bei den Gebrauchten kleinere und sparsamere SUV-Modelle in den Handel, was modisch orientierte und preissensible Käufer freut. Hier dominierten im Dezember Skoda Yeti, Nissan Qashqai und Kia Sportage mit zweistelligen Zuwachsraten. Bei den SUV-Dickschiffen VW Touareg, BMW X5, Audi Q7 oder Porsche Cayenne scheint der Stern hingegen dem Zeitgeist entsprechend langsam zu sinken.“ Damit verschiebt sich gleichzeitig das Angebot bei den Gebrauchten mehr in Richtung Importeure, die in der Kategorie „kompakte, preisgünstige Crossover“ nach wie vor stärker vertreten sind als die einheimischen Marken. Ein Trost für die Premium-Hersteller: „Kleinere SUV-Modelle wie Audi Q3 oder der neue Mercedes GLA werden mit steigender Marktdurchdringung auch im Fokus der Gebrauchtwagenkäufer landen“, ist sich der Experte sicher.

Preisentwicklung uneinheitlich – Mittelklasse mit größtem Anstieg

Die Preise gaben im Dezember keine klare Richtung vor. So stiegen sie in fünf der acht Rubriken, in zwei fielen sie und in einer Rubrik herrschte Stillstand. Im Detail: Mittelklasse (+1,5 Prozent), Kleinwagen (+1,3 Prozent), Kompaktklasse (+0,6 Prozent) sowie Sportwagen und Vans (je +0,2 Prozent) legten leicht zu. Unverändert notierten Modelle der Oberklasse. Lediglich die Durchschnittspreise in den Bereichen Geländewagen/SUV
(-1,2 Prozent) und Obere Mittelklasse (-1,1 Prozent) entzogen sich diesem Trend.

Angebote halten Aufwärtstendenz – Sportwagen als Ausreißer nach unten

Das Fahrzeugangebot in der Börse ist im Dezember erneut überwiegend gestiegen. So boten Verkäufer 6,9 Prozent mehr Kleinwagen, 5,1 Prozent mehr Vans und 4,5 Prozent mehr Geländewagen bzw. SUV an. Dahinter folgten die Mittelklasse (+3,3 Prozent), Kompaktklasse (+3,2 Prozent) und Obere Mittelklasse (+1,3 Prozent). Das Oberklasse-Angebot wuchs im Dezember um 0,6 Prozent. Nur die klassischen Sportwagen wurden saisonbedingt weniger oft angeboten (-2,4 Prozent).

Nachfrage fällt überwiegend zweistellig – Kleinwagen verlieren ein Fünftel

Bei der Nachfrage im Gebrauchtwagenbereich verdampfte der eher positive November-Trend wie schon in den Vorjahren abrupt in der hektischen Vorweihnachtszeit, in der andere Themen die Konsumenten zu beschäftigen scheinen. Kleinwagen verloren das Käuferinteresse um 20,7 Prozent und die Kompaktklasse um 16,2 Prozent. Dieser rote Faden zog sich im Dezember durch alle Klassen: Vans (-13,9 Prozent), Sportwagen (-13,8 Prozent), Mittelklasse (-12,1 Prozent), Geländewagen (-10,3 Prozent), Obere Mittelklasse (-8,1 Prozent) und Oberklasse (-7,2 Prozent) verloren teils ebenfalls zweistellig. Da wirkt es tröstlich, dass diese Saure-Gurken-Zeit für Verkäufer mit Anfang Januar vorbei ist und die Nachfrage erfahrungsgemäß meist im selben Umfang wieder anzieht. Zumindest war das in der Vergangenheit stets der Fall, wie die AGPIs der letzten Jahre zeigen.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im Dezember sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich (http://www.autoscout24.de/presse) herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument „AGPI Dezember B2B“ zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.
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