München, 26.02.2015

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagen-Preise zogen im Februar stark an - langjähriger Trend durchbrochen

Der kurze Faschingsmonat Februar sorgte für eine Überraschung bei den Gebrauchtwagenpreisen: Der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) stieg entgegen dem langjährigen Trend im Februar um gut 1,2 Prozent auf 17.628 Euro – im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 4,5 Prozent (Februar 2014: 16.866 Euro). Insbesondere Kleinwagen und Vans standen im Fokus der Interessenten.

Im langjährigen Vergleich verwundert der deutliche Anstieg der Preise im Februar. Weder 2014 (gleichbleibend) noch 2013 oder 2012 (fallend) stiegen die Gebrauchtwagenpreise im ersten Quartal an. „Mögliche Gründe in diesem Jahr sind das verführerische Angebot im Bereich der Jungwagen, die günstigen Zinssätze für Kredite und die Konstellation von steigender Nachfrage bei fallendem Angebot“, analysiert Michael Gebhardt, Automobilexperte bei AutoScout24, die ungewöhnliche Situation. „Bemerkenswert ist auch, dass die Segmente Klein- und Kompaktwagen sowie die zeitweise weniger beachteten Vans im Februar verstärkt nachgefragt wurden“, so Gebhardt.

Kleinwagennachfrage zweistellig gestiegen – Vans und Kompaktwagen folgen

„Gebrauchtwagenkäufer scheinen immer häufiger Modellwechsel gezielt für eine Neuanschaffung zu nutzen. Sicherlich auch, weil entsprechend rabattierte Lagerfahrzeuge günstig als Gebrauchte angeboten werden“, stellt Michael Gebhardt fest. „Bei der Nachfrage standen in der Kategorie Kleinwagen, die kurz vor der Ablösung stehen beziehungsweise durch ein Facelift oder Neuauflage gerade abgelösten Modelle, besonders hoch im Kurs.“ Unter den Top Acht im vergangenen Monat landeten Fahrzeuge wie der Hyundai i20, der Kia Picanto oder auch der Mazda 2 bei Interessenten weit oben auf der Suchliste.

Preisentwicklung durchgängig im Plus – Kompaktklasse und Obere Mittelklasse glänzen

In allen acht Segmenten kletterten die Preise: mal mehr, mal weniger – insgesamt jedoch moderat. Den stärksten Preisanstieg verbuchten mit je 1,5 Prozent die Kompaktklasse und gebrauchte Fahrzeuge der oberen Mittelklasse. Dahinter folgten Oberklasse (0,9 Prozent), Kleinwagen und Mittelklasse (je +0,6 Prozent) und Vans (+0,5 Prozent). Ungewöhnlich für diese Jahreszeit: Noch vor den allseits beliebten Geländewagen und SUV (+0,1 Prozent) reihten sich beim Preisanstieg die Sportwagen – inklusive Cabrio und Roadster – mit einem Plus von 0,4 Prozent ein.

Angebotsvielfalt in sämtlichen Kategorien leicht gesunken

Nach den Zuwächsen zum Jahresende hin war das Angebot in allen Fahrzeugsegmenten wie auch im Januar rückläufig. Egal ob Kleinwagen (-2,1 Prozent), Kompaktklasse (-1,0 Prozent), Mittelklasse (-1,1 Prozent) oder Obere Mittelklasse (-0,7 Prozent).

Etwas weniger Fahrzeuge standen Kaufinteressenten zudem in der Oberklasse (-2,4 Prozent), bei den Sportwagen (-2,3 Prozent), bei den Vans (-0,6 Prozent) und im Bereich Geländewagen respektive SUV zur Auswahl (-3,1 Prozent).

Nachfrage zog weiter an – Kleinwagen vor Vans und Kompaktklasse

Nachfrageseitig setzte sich der Trend vom Januar fort. Zwar erreichten die Steigerungen nicht ganz das durchgängig zweistellige Vormonatsniveau, dennoch war die Entwicklung für Verkäufer und Händler weiterhin sehr erfreulich. Praktische Stadtautos lagen hoch im Kurs: Kleinwagenanfragen stiegen mit 11,3 Prozent am stärksten und Kompaktwagen landeten mit 7,2 Prozent mehr Suchanfragen immerhin auf Platz drei. Aber auch die großen Fahrzeuge waren zunehmend beliebt – Vans (+9,1 Prozent) und Geländewagen (+4,4 Prozent). Alle anderen Segmente legten ebenfalls zu: Mittelklasse (+4,6 Prozent), Obere Mittelklasse (+2,7 Prozent), Oberklasse (+3,0 Prozent) und Sportwagen (+3,4 Prozent). Der Narrenmonat Februar entwickelte sich damit entgegen dem langjährigen Trend in 2015 zum lukrativen Verkäufermonat.

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