München, 23.06.2015

Autonomes Fahren: Automobilindustrie vor IT-Anbietern

Wer wird als erster Hersteller autonom fahrende Autos in Serie anbieten können? Das Rennen darum ist offensichtlich in vollem Gange, und die Europäer haben eine Meinung dazu. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) traut diesen Schritt am ehesten etablierten Automobilherstellern wie Mercedes zu, lediglich 20 Prozent können sich vorstellen, dass einem IT-Unternehmen wie Google hier der entscheidende Vorstoß gelingt. Vier Prozent setzen auf den Impuls aus einem anderen Industriesektor. 23 Prozent sind der Auffassung, dass autonomes Fahren innerhalb der kommenden 25 Jahre noch gar nicht marktauglich wird. Das zeigt eine repräsentative Studie des europaweit größten Online-Automarkts AutoScout24 in sieben europäischen Ländern. Im Rahmen der Studie „Unser Auto von morgen 2015“ wurden insgesamt 8.811 Europäer in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragt.

Europäer erwarten vom Auto der Zukunft maximale Sicherheit

Egal, ob autonom oder vom Menschen gesteuert: Die Europäer sind sich weitestgehend einig, wenn es um die wichtigste Eigenschaft von Autos in der Zukunft geht. 78 Prozent stimmen uneingeschränkt der Aussage zu, dass ein Auto in 25 Jahren den Insassen vor allem ein Maximum an Sicherheit bieten sollte. Weitere 17 Prozent sind zumindest teilweise dieser Meinung. Frauen legen im Durchschnitt mehr Wert auf die Sicherheit als Männer: Für 83 Prozent der befragten Damen hat sie im Auto oberste Priorität, bei den Männern sind es 74 Prozent. „Dieses Ergebnis sollte für die Hersteller weiterhin Ansporn sein, zunehmend in die Sicherheitsforschung zu investieren. Mit Abstandswarnern, Spurhalteassistenten, automatischen Notbremsfunktionen und anderen Assistenzsystemen, die die Hersteller in den vergangenen Jahren ausgetüftelt haben, sind sie der Vision vom unfallfreien Fahren ohnehin schon einen großen Schritt näher gekommen. Die Nachfrage auf AutoScout24 unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Systeme bei Neu- und Gebrauchtwagen“, sagt Christian Bubenheim, Senior Vice President Marketing & Product bei AutoScout24.

Unfallrisiko minimieren

Die Umfrage gibt auch Aufschluss darüber, welche Funktionen nach Ansicht der Verbraucher die Sicherheit erhöhen sollten. Zum Beispiel finden drei Viertel (76 Prozent) der Europäer, Autos sollten in der Zukunft untereinander kommunizieren können, um das Unfallrisiko zu minimieren, etwa indem sie vor engen Kurven frühzeitig aufeinander aufmerksam machen. Die Anbindung an ein Netzwerk finden 80 Prozent auch sinnvoll, wenn dadurch Staus vermieden werden.

Wenn es brenzlig wird, sollte das Auto in der Zukunft Gefahren selbstständig erkennen und aktiv ins Geschehen eingreifen, um einen Unfall zu vermeiden. Dieser Meinung sind 84 Prozent der Europäer. „Allerdings möchten die meisten Verbraucher die Steuerung tatsächlich nur in Gefahrensituationen an den Bordcomputer abgeben“, so AutoScout24 Experte Bubenheim. Nur etwa jeder Fünfte (21 Prozent) möchte, dass der Autopilot grundsätzlich lenkt. Immerhin 45 Prozent der Befragten sagen, sie möchten abhängig von ihrer Stimmung oder der Situation entscheiden, ob sie das Fahrzeug selbst steuern oder es autonom fahren soll. Bei den Autofahrern, die das autonome Fahren komplett ablehnen, spielen ein Misstrauen gegenüber der Technik und der Fahrspaß, den man sich nicht nehmen lassen will, gleichermaßen mit 17 Prozent jeweils eine Rolle.

Hybrid und Strom in Zukunft vorn

Nach Ansicht der europäischen Verbraucher werden Hybrid und Strom in 25 Jahren die vorherrschenden Antriebsarten sein. Etwa ein Viertel der Befragten (27 Prozent) geht davon aus, dass Autos dann vornehmlich mit einem Elektromotor bestückt sein werden. 24 Prozent glauben an die Vorherrschaft von Hybridsystemen. Wasserstoff können sich 14 Prozent vorstellen. Nur 6 Prozent der Befragten sehen Benzin oder Diesel auch in 25 Jahren noch als wichtigste Antriebsarten.

Ein alternatives Antriebssystem sollte auch eine gewisse Reichweite bieten, finden die Umfrageteilnehmer. Ein Drittel (36 Prozent) wünscht sich demnach, eine Entfernung von mindestens 500 Kilometern zurücklegen zu können, ohne zwischendurch tanken oder aufladen zu müssen. Das entspräche in etwa der Distanz Hamburg-Dresden. Immerhin 20 Prozent würden sich auch mit einer Reichweite von 250 Kilometern zufrieden geben.

Im Rahmen der AutoScout24-Studie „Unser Auto von morgen 2015“ wurden insgesamt 8.811 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren in sieben europäischen Ländern befragt (Österreich: 1.001, Belgien: 1.001, Frankreich: 1.451, Deutschland: 1.456, Italien: 1.452, Niederlande: 1.000 und Spanien: 1.450). Durchgeführt wurde die Befragung von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Daten wurden im Zeitraum vom 19. September bis 09. Oktober 2014 erhoben. Die Studie kann unter: www.unserautovonmorgen.de kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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