München, 29.07.2015

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise steigen wieder - und fallen trotzdem unter das Niveau vom letzten Sommer

Mit einem Anstieg um 0,5 Prozent glich der Juli den Preisrückgang vom Vormonat komplett aus. Der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) kletterte auf 16.710 Euro (Juni: 16.634 Euro). Den größten Preissprung verzeichneten SUV und Geländewagen. Nur die Oberklassefahrzeuge wurden um 0,7 Prozent günstiger. Da der Preisschub allerdings geringer ausfiel als noch im Vorjahr (Juli 2014: +0,7 Prozent), kosteten Gebrauchte insgesamt sogar etwas weniger als noch vor zwölf Monaten. Käufer konnten einen guten Deal erlangen, da Ferienzeit und Hitze die Nachfrage spürbar dämpften.

Die Urlaubszeit könnte auch ein Grund sein, warum der Juli vor allem für die SUV und Geländewagen so gut lief. Dass der Trend zu geräumigen SUV ungebrochen ist, liegt nicht nur an dem allmählich breiter werdenden Angebot kompakter SUV’s. Der Juli zeigte bei Angebot und Nachfrage, dass robuste Geländewagen mit Leiterrahmen, Starrachse und Blattfedern gerade im Gebrauchtwagenbereich eine große Fangemeinde besitzen.

Preisentwicklung: Fast alle legten zu – Geländewagen mit höchstem Preisanstieg

Anders als zuvor legten im Juli fast alle Kategorien zu. Kleinwagen (Durchschnittpreis: 10.082 Euro) verzeichneten gemeinsam mit Sportwagen (43.060 Euro) mit plus 0,4 Prozent noch den geringsten Aufschlag. Die Kompaktklasse (15.586 Euro) folgte mit 0,5 Prozent. Mit 0,6 Prozent (Mittelklasse, 19.574 Euro) und 0,7 Prozent (Obere Mittelklasse, 26.224 Euro) lagen klassische Familienautos mit ihrem hohem Kombianteil diesmal bei der Preissteigerung im Mittelfeld. Darüber sortierten sich die zur Ferienzeit beliebten Vans (+ 0,8 %, 16.357 Euro) sowie SUV und Geländewagen (+1,2 %, 27.960 Euro) als traditionelle Zugfahrzeuge für Hänger und Wohnwagen. Bemerkenswert: Unter den Top acht landeten im Juli nicht nur modische SUV, sondern auch robuste Geländewagen vom Schlage eines Lada Niva oder Jeep Wrangler. Lediglich die Oberklasse als teuerste Kategorie entzog sich zur Jahresmitte dem Aufwärtstrend: mit minus 0,7 Prozent pendelten sich die Notierungen im Schnitt bei 44.198 Euro ein.

Angebotsentwicklung: Durchweg positiv – SUV & Geländewagen auch hier vorne

Bei den Angeboten verzeichneten im Juli sämtliche acht Kategorien einen Anstieg. Den stärksten Zuwachs (+3,9 Prozent) verzeichnete auch auf der Angebotsseite die Kategorie SUV/Geländewagen. Wie auch in anderen Bereichen, landeten hier zwei echte 4x4 weit vorne: Der Suzuki Vitara sowie die scheinbar unverwüstliche G-Klasse von Mercedes-Benz. Dahinter reihen sich mit jeweils 2,1 Prozent die Kategorien Kleinwagen und Kompaktklasse ein. Es folgten die Mittelklasse mit plus 1,2 Prozent, Vans (+0,9 Prozent), Sportwagen (+0,8 Prozent) und Obere Mittelklasse (+0,5 Prozent). Das Schlusslicht bei der Angebotsentwicklung kennzeichnete im Juli trotz leichtem Anstieg die Oberklasse (+0,1 Prozent). An der Spitze in diesem Bereich lag mit 7,4 Prozent Anstieg der schon als Neuwagen in die Jahre gekommene Volkswagen Phaeton, oft als Leasingrückläufer zum Wiederverkauf angeboten.

Nachfrageentwicklung: Rückgänge aufgrund von Hitze und Ferien

Die Nachfrage zeigte sich zum Sommer durchweg verhalten. Wie üblich zur Hauptreisezeit und an besonders heißen Tagen verloren alle Segmente an Zuspruch, manche sogar zweistellig. Die größten Rückgänge verbuchten Sportwagen (-11,1 Prozent), Oberklasse (-10,7 Prozent) und die Obere Mittelklasse (-10,6 Prozent). Dahinter folgten – ebenfalls im zweistelligen Bereich – SUV/Geländewagen sowie Kompaktklasse (jeweils -10,4 Prozent) sowie die Mittelklasse (-10,3 Prozent). In die Einstelligkeit retteten sich nur Vans (-9,1 Prozent) und die Kategorie Kleinwagen(-8,0 Prozent). Dass trotz negativer Gesamtentwicklung manche Fahrzeuge dennoch eine erhöhte Nachfrage generieren können, beweist einmal mehr ein kerniger Geländewagen alter Schule. Denn der Ssang Yong Korando landete nicht nur in seinem Segment mit dem satten Plus von 13,3 Prozent unerwartet an der Spitze. Damit enterte der koreanische Jeep CJ7-Klon auch die Nachfragehitliste aller Modelle (Platz 4) und blieb zudem der einzige Geländewagen, der im allgemeinen Nachfragetief zweistellig zulegte.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im Juli sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich (http://www.autoscout24.de/presse) herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument "AGPI Juli B2B" zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

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