München, 28.12.2015

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise auf Allzeithoch

Mit 0,4 Prozent stiegen die Preise im Dezember nur noch leicht. Damit hat der Durchschnittspreis im AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) mit 17.717 Euro (November: 17.644 Euro) den finalen Jahreshöchststand und gleichzeitig sein Allzeithoch erreicht. Besonders Oberklasse-Limousinen wurden aufgrund der Verjüngung des Angebots nochmals teurer. Kompaktwagen, Sportwagen, Vans und SUVs hingegen stemmten sich gegen den Trend und notierten um bis zu 1,2 Prozent günstiger – einzelne Modelle in der Spitze prozentual sogar zweistellig.

Für private Käufer lohnt sich gerade im hochpreisigen Winter ein genauer Blick auf das Angebots- und Suchverhalten auf Gebrauchtwagenbörsen. So ist bei antizyklischem Verhalten das ein oder andere günstige Fahrzeug zu ergattern. Antizyklisch heißt: In Bereichen, in denen das Angebot im Monatsvergleich steigt, ist die Flexibilität bei Preisverhandlungen aufgrund eines eventuell kurzfristigen Überangebots besonders hoch. Gerade professionelle Verkäufer, die zum Jahresende noch Stückzahlen erreichen müssen, geben eventuell einen Satz Winterreifen dazu. Aber auch private Verkäufer, die Geld vor Weihnachten und dem Jahresende für andere Ausgaben einplanen, können sich bei zurückhaltender Verhandlungstaktik zu einem Rabatt erweichen lassen. Auf der anderen Seite sollten viel gesuchte Modelle nach Möglichkeit etwas länger beobachtet und nicht zu jedem Preis erworben werden. Hier lohnt es sich zudem immer, ein weniger gesuchtes Modell der gleichen Kategorie in die engere Wahl mit einzubeziehen.

Preisentwicklung zweigeteilt: Vier Segmente günstiger, vier teurer

Preislich zeigte sich der Dezember wie schon der Vormonat zweigeteilt. Mit jeweils 0,3 Prozent kletterten die Preise bei Kleinwagen (10.544 Euro), der Mittelklasse (20.330 Euro) und der Oberen Mittelklasse (27.060 Euro) nur wenig. Erneut einen größeren Preissprung verzeichneten die Modelle der Oberklasse (+1,6 Prozent, 46.810 Euro). Preistreibend waren hier vor allem der sportliche Audi S8 (+12,1 Prozent) und wie schon im Vormonat die zum Herbst runderneuerte BMW 7er Reihe (+7,6 Prozent). Preislich entgegengesetzt entwickelten sich die Kategorien Kompaktklasse (-0,2 Prozent, 16.224 Euro), Sportwagen (-0,5 Prozent, 45.897 Euro), Vans (-0,8 Prozent, 16.382 Euro) und zum wiederholten Mal Geländewagen/SUVs mit minus 1,2 Prozent (27.696 Euro). Auffällig hier: Die Beliebtheit dieser Fahrzeuggattung leidet unabhängig vom Preis oder der Jahreszeit eigentlich kaum, nur die Interessen der Käufer verschieben sich immer mehr zu den kompakteren SUVs hin. So gelangten im Dezember in den Top acht der Nachfrage Modelle wie der BMW X4, der Suzuki Grand Vitara oder der vom Fiat 500X abgelöste, derzeit sehr günstige Fiat Sedici vermehrt in den Fokus von Interessenten. Vorteil speziell beim „verkappten Italiener“: Der von 2006 bis 2014 verkaufte Fiat Sedici wurde in Kooperation mit Suzuki bei Magyar Suzuki im ungarischen Esztergom gebaut.

Angebotsentwicklung: SUVs und Kleinwagen mit größter Steigerung

Den stärksten Bestandsaufbau verzeichneten zum Jahresende hin mal wieder SUVs bzw. Geländewagen (+5,6 Prozent). Hier führten jedoch nicht deutsche Premiumanbieter das Ranking an, sondern kompakte Modelle wie Mazda CX5 (+30,6 Prozent) und Mini-SUVs ohne Geländeallüren wie Renault Captur, Suzuki Vitara oder Peugeot 2008. Entgegen den beiden französischen Crossover-Modellen ist der Suzuki gegen Aufpreis mit einem 4x4 Antrieb lieferbar und bewältigt auch gröbere Geländepassagen. Knapp hinter den beliebten SUVs folgten im Dezember bei der Angebotssteigerung die Kleinwagen (+5,5 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgten: Vans (+4,2 Prozent), Kompaktklasse (+3,6 Prozent), Oberklasse (+2,5 Prozent), Mittelklasse (+2,3 Prozent) und Obere Mittelklasse (+2,2 Prozent). Wie schon in den Vormonaten beeinflussten die vielen Tageszulassungen von Händlern und Herstellern die Angebotsentwicklung in den genannten Bereichen. Ein letztes Mal wurde damit versucht, vereinbarte Jahresziele beim Absatz, zum Jahresende aber auch bei den Marktanteilen, zu erreichen. Lediglich Sportwagen wurden im Weihnachtsmonat mit minus 3,3 Prozent weniger eingestellt.

Nachfrageentwicklung: Das Interesse kurz vor Weihnachten ließ spürbar nach

So wie es im letzten Monat bei der Nachfrage nur aufwärts ging, ging es diesen Monat durch Weihnachten bedingt wieder abwärts. Die Nachfrage sank in allen Segmenten. Am stärksten wurden Kleinwagen (-9,7 Prozent) und Sportwagen (-9,1 Prozent) von der alljährlich zu beobachtenden Vorweihnachtsflaute getroffen. Etwas besser erging es trotz sinkendem Interesse mit jeweils minus 5,7 Prozent der Kompaktklasse und den Vans. Abweichend von diesem Allgemeinbild erfuhren bei den Siebensitzern im Urlaubsmonat Dezember trotzdem einige Modelle erhöhte Aufmerksamkeit. So wurden der nicht mehr gebaute Renault Grand Espace (+13,5 Prozent) sowie der Van-Kombi-SUV Fiat Freemont (+11 Prozent) verstärkt betrachtet. Die weitere Nachfrageentwicklung: Oberklasse (-3,8 Prozent), Geländewagen (-3,5 Prozent) und die Mittelklasse (-3,3 Prozent). Das Segment Obere Mittelklasse konnte sein Minus auf 2,5 Prozent begrenzen. Doch auch hier fällt ein Modell aus dem Rahmen: Nach einem aktuell 560 PS starken Audi RS6, der auf AutoScout24 zu rund 98 Prozent in der Kombiversion angeboten wird, wurde 12,8 Prozent häufiger gesucht als noch im Vormonat.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im Dezember sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument "AGPI Dezember B2B" zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

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