München, 28.04.2016

AutoScout24 AGPI B2C: Frühjahrstrend: Gebrauchtwagenpreise im April sinken spürbar

Die Gebrauchtwagenpreise haben das hohe Niveau der vergangenen Monate verlassen und bewegen sich wieder Richtung 18- Tausender-Marke. Der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) fiel um 1,5 Prozent Euro auf aktuell 18.093 Euro (März: 18.360 Euro). Zwar sanken die Preise in allen Segmenten. Angebot und Nachfrage konnten aber überwiegend zulegen, was sowohl Käufern als auch Verkäufern Verhandlungsspielraum bot. Auffällig und ein potentieller Vorgriff auf Kaufprämien: Bei Kleinwagen wurden wieder verstärkt E-Mobile angeboten.

In Zusammenhang mit der Diskussion der vergangenen Wochen, insbesondere aber mit den aktuell beschlossenen Prämien zur Förderung der E-Mobilität, werden Elektro-Autos wieder stärker in den Fokus rücken. „Auch wenn die Beschlüsse der Koalition zunächst nur Neuwagen betreffen, werden die beschlossenen Maßnahmen Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt haben“, analysiert Christian Bubenheim, Senior Vice President Marketing & Product bei AutoScout24. „Durch das Marktanreizprogramm können sich ‚Early Adopters‘ vermehrt für Elektro-Neuwagenkäufe entscheiden. Dies wird auch den Gebrauchtwagenmarkt für Elektro- und Hybridfahrzeuge beleben. Zusätzlich erwarten wir, dass Hersteller und Händler versuchen werden, durch Werbemaßnahmen den Preisvorteil hervorzuheben – was das Interesse am Thema zusätzlich steigert.“ Das April-Angebot bei den Kleinwagen scheint diese Entwicklung bereits vorwegzunehmen. Unter den Top acht der angebotenen Stadtflitzer mit dem größten Angebotszuwachs befanden sich bereits drei reine Elektrofahrzeuge: Der Renault ZOE (+14,1 Prozent) auf Platz eins, der Mitsubishi I-MiEV (+10,2 Prozent) auf Platz sieben und der BMW i3 (+9,2 Prozent) auf Platz acht.

Preisentwicklung: Alle Segmente mit fallenden Preisen, insbesondere Oberklasse

Die Preise im April fielen in allen acht gelisteten Fahrzeugklassen. Mit minus 2,3 Prozent verloren Kleinwagen mit am stärksten (Durchschnittspreis: 9.740 Euro). Kompaktklasse-Fahrzeuge (15.268 Euro) wurden um 1,6 Prozent günstiger angeboten. Wie Kleinwagen verzeichnete auch die Mittelklasse (18.912 Euro) einen Preisrückgang um 2,3 Prozent. Die Obere Mittelklasse (25.012 Euro) bewegte sich mit minus 1,0 Prozent diesmal im Mittelfeld. Mit einem Verlust von 2,5 Prozent stellte sich die Oberklasse (42.765 Euro) dagegen an die Spitze bei den Preisrückgängen. Selbst die alljährlich im April sehr beliebten Sportwagen (46.020 Euro), zu denen auch Roadster vom Kaliber eines Lotus Elise oder des Schwestermodells Exige sowie Cabrios vom Typ Porsche 911 zählen, wurden um 1,8 Prozent günstiger angeboten. Am wertstabilsten zeigten sich noch Vans (16.331 Euro) mit minus 0,3 Prozent und die ungebrochen neu wie gebraucht sehr beliebten SUV/Geländewagen (28.192 Euro) mit minus 0,2 Prozent. Zu den gefragtesten Modellen in diesem Segment zählten im April edle Exoten wie der Kompakt-SUV Infinity EX30 und sein größeres Schwestermodell FX genauso wie der günstige, seit 1976 nahezu unverändert gebaute Lada Niva oder sein modernes Gegenstück namens Dacia Duster.

Angebotsentwicklung: Bestand wächst in fast allen Fahrzeugklassen

Gänzlich anders entwickelte sich im April die Angebotsseite. Hier ergab die Analyse in sechs von acht Segmenten einen Zuwachs. So vergrößerte sich der Bestand bei den Kleinwagen um 1,9 Prozent, bei der Kompaktklasse um 1,2 Prozent und bei der Mittelklasse um 0,8 Prozent. Ebenso aufwärts ging es bei der Oberen Mittelklasse (+1,3 Prozent) und der Oberklasse (+1,6 Prozent). Am deutlichsten war der Bestandsaufbau allerdings bei den Sportwagen (+3,0 Prozent). Hier wurden neben hochwertigen Lamborghini, Lotus und BMW-Sportlern insbesondere verschiedene Ferrari und Aston Martin-Modelle verstärkt angeboten. Lediglich Vans (-0,9 Prozent) und SUV/Geländewagen (-0,1 Prozent) kamen geringfügig weniger auf den Gebrauchtwagenmarkt als im Monat zuvor.

Nachfrageentwicklung: Frühjahrsbelebung und sinkende Preise locken Kunden

Nachdem im März die Nachfrage infolge der Osterfeiertage und der damit verbundenen Ferienzeit etwas litt, kam der Markt nachfrageseitig im April richtig in Schwung. So verbuchten Kleinwagen eine um 6,6 Prozent höhere Nachfrage. Die Kompaktklasse folgte mit 7,5 Prozent und die Mittelklasse mit 7,6 Prozent. Selbst die teureren Modelle aus der Oberen Mittelklasse (+6,5 Prozent) und der Oberklasse (+8,2 Prozent) konnten erhebliche Zugewinne bei den Interessenten verzeichnen. Wenig erstaunlich für diese Jahreszeit ist der gut zweistellige Nachfrageschub im Bereich Sportwagen (+13,3 Prozent). Hier hat die Saison für Käufer jedoch gerade erst begonnen. Nur Vans (+0,2 Prozent) und SUV/ Geländewagen (+2,5 Prozent) fielen bei der Nachfrage hinter die anderen Kategorien zurück. Doch das kann mit den bevorstehenden Pfingstferien im Mai schon wieder anders aussehen. Speziell diese Segmente werden vor Urlaubszeiten verstärkt nachgefragt.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im April sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument AGPI April B2B zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

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