München, 27.10.2016

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagen: Stark gestiegene Nachfrage treibt die Preise

Mit einem Anstieg um 1,2 Prozent zogen die Gebrauchtwagenpreise im Oktober stärker an als im Vormonat (September: 0,8 Prozent). Mit 18.680 Euro erreichte der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) ein neues Jahreshoch (September: 18.458 Euro). Eine Ursache für die gestiegenen Preise war sicherlich die überwiegend zweistellig gewachsene Nachfrage. Diese wirkte sich auch auf das Angebot aus. Hier zeichnete sich ein leichter Bestandsabbau ab.

„Die öffentliche Diskussion über den Dieselmotor oder das Verbot von Verbrennern nimmt langsam auch Einfluss auf den Gebrauchtwagenmarkt“, sagt Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Im Oktober lagen gebrauchte E-Mobile nachfrageseitig in sämtlichen Bereichen, in denen E-Autos angeboten werden, an der Spitze. Bei den Kleinwagen waren es der Zoe und i3 und bei den Kompakten der Ampera und Leaf. Selbst das im Vormonat weniger beachtete Tesla Modell S wurde trotz hoher Preise im Oktober in seinem Fahrzeugsegment am häufigsten aufgerufen.“

Preisentwicklung: Sportwagen und Mittelklasse als Preistreiber

Für die Preissteigerung im Oktober waren diesmal fünf Segmente verantwortlich, drei Segmente mussten hingegen Preisabschläge verbuchen. Zu den größten Preistreibern gehörten neben der Mittelklasse (+1,6 Prozent, Durchschnittspreis: 19.537 Euro) auch Sportwagen (ebenfalls +1,6 Prozent, 45.577 Euro). Insbesondere gebrauchte Lotus Fahrzeuge legten preislich stark zu. So verzeichnete der klassische und nur mit einem Not-Verdeck ausgestattete Roadster Lotus Super Seven einen nominellen Wertzuwachs von 17,5 Prozent. Mit einigem Abstand folgten die beiden Lotus Modelle Exige (+12,2 Prozent) auf Basis der Elise sowie der seit 2009 gebaute, viersitzige Mittelmotorsportwagen Lotus Evora (+11,1 Prozent). Dahinter reihten sich mit jeweils 1,2 Prozent Zuwachs Kleinwagen (9.831 Euro) und Modelle aus der Kompaktklasse (15.377 Euro) ein. Am Ende folgten mit plus 0,5 Prozent die Vans (16.548 Euro). Günstiger wurde im Oktober vor allem die obere Mittelklasse (25.483 Euro) mit einem Minus von 1,3 Prozent. Selbst die sonst aufgrund ihrer Beliebtheit durchgängig preisstabilen SUV/Geländewagen wurden zu Herbstbeginn niedriger eingepreist (-0,8 Prozent, 27.479 Euro). Preislich leicht verloren haben mit minus 0,5 Prozent Gebrauchte aus der Kategorie Oberklasse (42.852 Euro).

Angebotsentwicklung uneinheitlich

Mitverantwortlich für steigende Preise war auch das dezimierte Angebot in vielen Segmenten. Am stärksten nahm erneut das Angebot im Bereich Kleinwagen ab (-2,8 Prozent). Spitzenreiter hier: Die trendbewusste Kleinunternehmer-Version des Mini Kombi ohne Rückbank mit foliert-verdunkelten hinteren Seitenscheiben und vertikal geteilter Doppelflügelhecktür. Um gut zwei Fünftel (-40,8 Prozent) fiel der Bestand des auch gebraucht noch teuren Mini Clubvan. Um 1,4 Prozent schwand das Angebot bei den Sportwagen. Vor allem klassische Ferraris (308: -28,4 Prozent beziehungsweise Testarossa: -23,5 Prozent) wurden wieder eingemottet oder auch an den Mann gebracht. Die weiteren Angebotsrückgänge bewegten sich alle unter der Ein-Prozent-Hürde: Die obere Mittelklasse verzeichnete minus 0,9 Prozent, die Kompaktklasse minus 0,3 Prozent und die Mittelklasse minus 0,2 Prozent. Die verbleibenden drei Segmente legten hingegen zu: die Oberklasse um 0,2 Prozent, Vans um 0,3 Prozent und SUV/Geländewagen gar um stattliche 1,1 Prozent. Der Anstieg hat hier handfeste Gründe: So feierte Ende September der Nachfolger des kompakten Jeep Compass in Brasilien Weltpremiere, was einige Händler und Besitzer des aktuellen Modells dazu bewogen hat, ihre Restbestände respektive Altfahrzeuge zum Kauf anzubieten (+20,9 Prozent).

Nachfrageentwicklung: Überwiegend zweistellig gewachsen

Schon der Vormonat sorgte für einen Anstieg der Nachfrage – der Oktober allerdings beflügelte die Nachfrage regelrecht. Am meisten profitierte davon erneut die zweitteuerste Kategorie, die Oberklasse (+17,8 Prozent). Den größten Nachfrageschub erfuhr klassenintern wiederum das Modell S von Tesla (+26,8 Prozent), das von der Kaufprämie für Elektroautos ausgenommen ist –vor dem Bentley Arnage (+23,8 Prozent) und dem bis zu 605 PS starken Audi S8 (+23,5 Prozent). Die obere Mittelklasse folgte mit plus 15,9 Prozent vor den Vans (+15,0 Prozent) sowie der Mittelklasse (+14,3 Prozent) und den SUV/Geländewagen (+14,2 Prozent). Ebenfalls positiv und zweistellig präsentierte sich die Nachfrageentwicklung in der Kompaktklasse (+12,3 Prozent). Bemerkenswert: Auch hier waren Elektrofahrzeuge besonders begehrt. Der Opel Ampera (+43,8 Prozent), der einen Benzinmotor als Reichweitenverlängerer besitzt, landete vor dem bis 2014 gebauten Lancia Delta (+36,1 Prozent) und dem rein elektrischen Nissan Leaf (+20,0 Prozent). Auch die Klein- (+9,6 Prozent) und Sportwagen (+8,6 Prozent) legten zu – allerdings einstellig.

In unserem Studienbereich finden Sie die Infografik im Format 16:9 zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung. Zudem stehen weitere Zahlen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten bereit.

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