München, 02.02.2017

AutoScout24 AGPI B2B: Gebrauchtwagenpreise verharren bei rund 19.000 Euro

Der Januar brachte dem Gebrauchtwagenmarkt keinen weiteren Anstieg beim monatlich ermittelten Durchschnittspreis. Prozentual unverändert (Vormonat: + 0,4 Prozent) verharrte der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) bei 19.011 Euro. Selbst die erneut vergleichsweise stark gestiegenen Preise bei Old- und Youngtimern ändern nichts am Gesamtbild. Der Bestand entwickelte sich uneinheitlich. Alle Alterssegmente stießen auf deutlich mehr Interesse im Januar – vor allem jüngere Gebrauchte bis zum Alter von fünf Jahren.

„Zum Jahresstart gab es einen Wechsel an der Spitze. Ab sofort zählen Oldtimer zur teuersten Alterskategorie. Damit lösen sie erstmals den langjährigen Spitzenreiter der bis zu zwölf Monate alten Fahrzeuge ab“, sagt Stephan Spaete, Senior Vice President Sales & Operations bei AutoScout24. „Bemerkenswert ist dabei der deutliche Abstand zwischen den beiden Spitzenreitern. So kosten Oldtimer mittlerweile im Schnitt knapp 2,6 Prozent oder 700 Euro mehr als junge Gebrauchte. Für den Handel ist das eine interessante Entwicklung.“

Preisentwicklung: Anstieg bei Älteren wird durch jüngere Jahrgänge kompensiert

Beim Durchschnittspreis gab es zum Jahresstart zwar keine Veränderung. Die Entwicklung in den einzelnen Alterssegmenten ist dennoch bemerkenswert. So stiegen die Preise bei Oldtimern ab 30 Jahren mit 3,4 Prozent (Durchschnittspreis: 27.855 Euro) am stärksten. Dahinter folgen die Youngtimer (20 bis 30 Jahre) mit plus 2,3 Prozent (7.394 Euro). Einen minimalen Anstieg verzeichneten sonst nur die ein- bis dreijährigen Gebrauchten (+0,1 Prozent, 24.938 Euro). Alle weiteren Alterssegmente wurden etwas günstiger angeboten. Den größten Rückgang verbuchten mit minus 0,8 Prozent bis zu zwölf Monate junge Gebrauchte (27.161 Euro) vor den zehn bis 20 Jahre alten (-0,4 Prozent, 4.993 Euro), die damit wieder unter die 5.000-Euro-Marke rutschten. Jeweils 0,3 Prozent verloren drei bis fünf Jahre (18.861 Euro) und fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge (12.261 Euro).

Angebot: weniger Tageszulassungen, mehr jüngere Gebrauchte bis fünf Jahre

Nach dem Boni-getriebenen Abverkauf zum Jahresende sank im Januar vor allem das Angebot an Tageszulassungen. Gleichzeitig kamen mehr junge Fahrzeuge, die älter als ein Jahr waren, auf den Markt. Den größten Bestandsaufbau zeigten drei bis fünf Jahre alte Gebrauchtwagen (+3,1 Prozent), vor der Altersklasse der Ein- bis Dreijährigen (+1,1 Prozent). Den größten Bestandsabbau verbuchten Young- (-5,8 Prozent) und Oldtimer (-4,3 Prozent). Dahinter folgten zehn bis 20 Jahre alte Fahrzeuge (-2,6 Prozent) sowie die jungen Gebrauchten bis zu zwölf Monaten (-1,2 Prozent). Den geringsten Abbau im Bestand verzeichneten die fünf bis zehn Jahre alten Autos (-1,0 Prozent).

Interesse zieht zum Jahresanfang teils zweistellig an

Nach Weihnachten legten die Seitenaufrufe im Januar durchgängig wieder zu. Den größten Schub erfuhren die ein- bis dreijährigen Fahrzeuge (+13,9 Prozent), gefolgt von den drei bis fünf Jahre alten (+12,4 Prozent). Knapp dahinter und ebenfalls noch im zweistelligen Bereich positionierte sich das Segment der Oldtimer (+11,3 Prozent). Danach geht es nur noch einstellig weiter: Junge Gebrauchte im Alter bis zu zwölf Monaten gewannen 9,5 Prozent an Interesse hinzu, fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge 6,9 Prozent und zehn bis 20 Jahre alte Gebrauchtwagen 5,2 Prozent. Das Schlusslicht der positiven Entwicklung bildeten im Januar die Youngtimer mit einem Plus von 3,5 Prozent.

In unserem Pressebereich finden Sie Infografiken zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung sowie weitere Zahlen zu den Entwicklungen in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten.

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