München, 29.06.2017

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise: Kein Sommerloch in Sicht

Der alljährliche Preisrückgang zum Sommer hin fällt dieses Jahr überraschend gering aus. So fiel der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) zum zweiten Mal in Folge nur um 0,1 Prozent auf 18.823 Euro (Mai: -0,1 Prozent, 18.840 Euro). Sowohl Angebot wie auch Seitenaufrufe gingen über alle Fahrzeugsegmente hinweg zurück. Gute Chancen auf ein Sommer-Schnäppchen hatten Käufer, die nach wenig begehrten Stufenheck-Modellen im Alter von über zehn Jahren Ausschau hielten.

„Einen ähnlich flachen Verlauf im Sommer zeigte die AGPI-Preiskurve zuletzt im Jahr 2012. Kaum fallende Preise bei den Gebrauchtwagen freuen die Verkäufer – Käufer hingegen müssen etwas tiefer als gewöhnlich in die Tasche greifen“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Aktuell rücken Elektro- und Hybridmodelle der ersten Generation aufgrund der Dieseldiskussion um Innenstadt-Fahrverbote verstärkt in den Fokus der Interessenten.“   

Durchschnittspreise: Obere Mittelklasse und Sportwagen bremsen stärkeren Preisrückgang

Nachdem schon der Vormonat mit einem kaum gesunkenen Durchschnittspreis verblüffte, setzte sich diese Entwicklung im Juni fort. Um lediglich 17 Euro sank der Preis insgesamt. Erneut den stärksten Preisrückgang verbuchte das zweitteuerste Segment, die Oberklasse (-1,4 Prozent, Durchschnittspreis gebraucht: 42.555 Euro) – gefolgt von Kleinwagen (-0,5 Prozent, 9.736 Euro) sowie Mittelklasse (20.069 Euro) und Vans (16.645 Euro) mit einem Minus von je 0,4 Prozent. Fast schon Schnäppchencharakter entwickelten in der beliebten Mittelklasse ältere Modelle mit Stufenheck wie zum Beispiel die Lexus IS-Reihe (-7,3 Prozent), der Volvo S40 (-4,7 Prozent) oder ein Mazda 626 (-4,6 Prozent). Die Rückgänge bei den SUV/Geländewagen (-0,2 Prozent, 27.712 Euro) und in der Kompaktklasse (-0,1 Prozent, 15.216 Euro) fielen dazu vergleichsweise gering aus. Auch wenn die meisten Klassen und Modelle im Schnitt Preisabschläge verbuchten, gab es Segmente und Fahrzeuge, die im Preis stiegen. Kompensiert wurden die Preisrückgänge durch die Obere Mittelklasse (+1,8 Prozent, 26.820 Euro) und den zum Sommer hin stets beliebten, vor allem offenen Sportwagen (+0,4 Prozent, 47.523 Euro). Hier trieben vor allem puristische Fahrmaschinen wie Morgan Plus 4 (+18,1 Prozent) und Lotus Super Seven (+10,6 Prozent) die Angebotspreise nach oben.

Angebote überwiegend rückläufig

Als Folge der starken Nachfrage im Vormonat war der Bestand im Juni etwas reduziert, aber auch weil in der Ferien- und Urlaubszeit zu Pfingsten etwas weniger inseriert wurde.

Am stärksten fiel das Angebot bei den Vans (-3,1 Prozent) – vor Ober- (-2,9 Prozent), Mittel- (-1,9 Prozent) und Oberer Mittelklasse (-1,7 Prozent). Bei den Vans lag das vor allem am verstärkten Abverkauf von Elektro- und Hybridfahrzeugen. So wurden etwa über ein Viertel weniger Renault Kangoo Z.E. (-25,8 Prozent) oder siebensitzige Toyota Prius+ (-17,6 Prozent) angeboten. Das Angebot bei den Sportwagen sank ebenso wie das der Kleinwagen um 0,6 Prozent. Wobei auch bei den Stadtflitzern gebrauchte Elektromobile den größten Abbau verbuchten. Neben den baugleichen Peugeot iOn (-21,4 Prozent) und Mitsubishi I-MiEV (-9,4 Prozent) zählte dazu das als Neuwagen in Deutschland meistverkaufte E-Mobil Renault ZOE (-9,2 Prozent). Mit minus 0,3 Prozent landete die Kompaktklasse beim Bestandsabbau nur knapp vor den unverändert dauerboomenden SUV/Geländewagen (0,0 Prozent). Auffällig hier: Gerade neuwertige Vorführ-SUV wie Volvo XC60 (+18,4 Prozent), Maserati Levante (+16,9 Prozent) oder der mit bis zu sieben  Sitzen angebotene Skoda Kodiaq (+16,5 Prozent) wurden vom Handel verstärkt angeboten.

Beliebtheit: Weniger Seitenaufrufe zu Pfingsten

Nach dem Aufschwung im Mai sanken die Seitenaufrufe aufgrund der Feiertage sowie der Pfingstferien im Juni wieder. Die größten Rückgänge in der Beliebtheit musste die sonst gefragteste Kategorie hinnehmen – SUV und Geländewagen (-11,4 Prozent). Knapp dahinter sortierten sich bei den Seitenaufrufen Modelle aus der Kompaktklasse (-10,5 Prozent), Kleinwagen (-10,1 Prozent) sowie Gebrauchte aus dem Segment Mittelklasse (-9,7 Prozent) ein. Oberklasse (-8,5 Prozent), Vans (-7,5 Prozent) und Obere Mittelklasse (-6,1 Prozent) litten ebenfalls unter den hohen Temperaturen, die sich stets auf die Seitenaufrufe auswirken. Sportwagen (-5,6 Prozent) verzeichneten unter diesen Bedingungen traditionell den geringsten Rückgang. Doch gerade teure und leistungsstarke Modelle wie der Aston Martin Vantage (-35,4 Prozent), Lamborghini Gallardo (-31,8 Prozent) und Lamborghini Huracán (-25,1 Prozent) waren im Eisdielenmonat Juni deutlich weniger von Interesse als im Vormonat.

In unserem Pressebereich finden Sie Infografiken zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung sowie weitere Zahlen zu den Entwicklungen in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten.

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