München, 04.10.2017

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise erklimmen neues Allzeithoch

Im September erreichte der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen einen neuen Höchststand. Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) kletterte um 0,8 Prozent auf nun 19.307 Euro (August: 19.153 Euro). Damit bewegt sich der Index zum Jahresende hin unaufhaltsam auf die 20.000 Euro-Marke zu.

Im September erreichte der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen einen neuen Höchststand. Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) kletterte um 0,8 Prozent auf nun 19.307 Euro (August: 19.153 Euro). Damit bewegt sich der Index zum Jahresende hin unaufhaltsam auf die 20.000 Euro-Marke zu. Die unverändert vorherrschende Kauflust bestimmte das in Teilen knapper werdende Angebot. Wie im Vormonat standen Kleinwagen sowie SUV und Geländewagen vermehrt auf der Liste potentieller Käufer.

„Auch wenn die Preise insgesamt weniger stark gestiegen sind als noch im Vormonat. Das alljährliche Hoch zum Jahreswechsel scheint weiterhin intakt“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Das Angebot nahm im September vor allem in den exklusiveren Segmenten zu. Verbraucher weichen dem Preisanstieg aus. Sie suchen aktuell in sämtlichen Segmenten verstärkt nach günstigen Fahrzeugen – vor allem von Hersteller aus anderen europäischen Ländern und Übersee.“

Durchschnittspreis: Vor allem Oberklasse und Sportwagen sorgten für erneuten Anstieg

Als Herbstvorboten gelten Jahr für Jahr nicht nur fallende Blätter, sondern auch steigende Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Allerdings nicht durchgängig. Denn in nur vier Segmenten stiegen die Preise. In den anderen vier fielen sie dagegen leicht. Die größten Preistreiber und zugleich erstmals über der 50.000-Euro-Marke lagen Sportwagen (Durchschnittspreis: 50.099 Euro) mit einem Plus von 1,6 Prozent. Sparen konnte hier nur, wer einen klassischen Jaguar XK (-13,4 Prozent), den dreitürigen Hyundai Veloster Coupé (-4,3 Prozent) oder den seit April 2016 als Mercedes-Benz SLC verkauften Roadster SLK mit Klappdach (-4,1 Prozent) ins Visier nahm. Direkt dahinter reihten sich mit plus 1,1 Prozent Fahrzeuge aus der Oberklasse (43.960 Euro) ein. Jeweils 0,7 Prozent legten Angebote aus den Bereichen Kompaktklasse (15.651 Euro) und Kleinwagen (10.331 Euro) zu. Bemerkenswerterweise preisten Verkäufer bei Kleinwagen ältere Modelle wie den Fiat Punto Evo (+6,2 Prozent) oder den Ford Ka (+5,1 Prozent) im Vergleich zum Vormonat noch höher ein. In den weiteren Segmenten gingen die Angebotspreise dagegen zurück. Um 0,9 Prozent bei der Oberen Mittelklasse (26.982 Euro) und um jeweils 0,2 Prozent bei Mittelklasse (20.349 Euro), Vans (16.910 Euro) und Geländewagen/SUV (28.601 Euro).

Angebotsentwicklung: Käufer weiterhin in bester Kauflaune

Kleinwagen und Kompaktklasse schienen überhaupt wieder gefragter zu sein. Egal ob sich Autofahrer nun seltener davon trennen wollten oder aber verstärkt danach suchten. Die Bestände an Kleinwagen (-3,6 Prozent) und Kompaktwagen (-2,5 Prozent) sanken im September am stärksten. Auffällig dabei war, dass das Angebot besonders bei Exoten oder nicht mehr produzierten Modellen wie zum Beispiel dem SUV-Coupé Mini Paceman (-24,9 Prozent) um rund ein Viertel fiel. Gute Zeiten also für Verkäufer solcher Mischformen, neudeutsch Crossover genannt. Aber auch Sportwagen (-1,6 Prozent), Mittelklasse (-0,4 Prozent) und Vans (-0,3 Prozent) wurden geringfügig weniger angeboten. Ganz anders entwickelte sich das Angebot dagegen bei Oberklasse (+1,0 Prozent), Obere Mittelklasse (+1,5 Prozent) und im Bereich Geländewagen/SUV (+1,6 Prozent). Bei den beliebten Kompakt-SUV prägten allerdings verstärkt angebotene Händler-Vorführwagen neuer Modelle wie der Hybrid-Crossover Kia Niro (+63,5 Prozent) oder Seat Ateca (+18,5 Prozent) den Trend.

Beliebtheit: Kleinwagen und SUV in der Gunst vorne

Die Seitenaufrufe im September bestätigten, was sich bereits beim Bestandsabbau andeutete: Kleinwagen wanderten wieder vermehrt in den Focus der Interessenten. Mit plus 3,4 Prozent bei den Seitenaufrufen erhielten sie den größten Zuwachs. Insbesondere günstige Asiaten wie der Kia Picanto (+46,2 Prozent) oder der geräumige Suzuki Celerio (+45,5 Prozent) und der in Kooperation mit Toyota in Tschechien gebaute Peugeot 108 (+44,4 Prozent) wurden verstärkt betrachtet. Beliebter waren auch SUV und Geländewagen (+2,9 Prozent). Allerdings offenbar weniger Modelle deutscher Marken. Diese schafften es bei den Steigerungsraten der Beliebtheit nicht unter die Top Acht. Dafür aber günstige SUV-Alternativen wie der extravagante Citroen C4 Cactus (+40,0 Prozent), ein Hyundai Santa Fe (+38,1 Prozent) oder der gefällige aber im Straßenbild kaum präsente SsangYong Tivoli (+27,3 Prozent). Darüber hinaus hielten Interessenten verstärkt nach Autos der Kompaktklasse (+2,1 Prozent), nach Vans (+1,9 Prozent), Obere Mittelklasse (+1,8 Prozent) und Mittelklasse (+1,2 Prozent) Ausschau. Weniger Beachtung fanden die im Vergleich teuersten Segmente wie Oberklasse (-3,9 Prozent) oder Sportwagen (-8,7 Prozent). Zumindest bei den Sportwagen ist das nachvollziehbar, da zu dieser Kategorie auch viele offene Exemplare zählen, deren Haupteinsatzgebiet der Sommer ist.

In unserem Pressebereich finden Sie Infografiken zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung sowie weitere Zahlen zu den Entwicklungen in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten.

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