München, 28.12.2017

AutoScout24 AGPI B2C: Stillstand bei den Gebrauchtwagenpreisen zum Jahresende

Im Dezember kam der Anstieg der letzten Monate zum Erliegen. Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) stagnierte prozentual bei 19.761 Euro (November: 19.754 Euro). Das Angebot sank in der Adventszeit ebenso wie die Seitenaufrufe und das nicht nur saisonal bedingt: Viele Verbraucher sehen die mit mehreren tausend Euro rabattierten Neuwagen derzeit als verlockende Alternative. Hinzu kommt: Das Thema Diesel und Fahrverbote beschäftigt Gebrauchtwagen-Käufer wie -Verkäufer weiterhin.

„Inzwischen zeigt sich ein leichter Preisrückgang bei gebrauchten Dieselfahrzeugen auf AutoScout24, während Benziner in den letzten Monaten preislich zulegten“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Beim Angebot beobachten wir bereits seit rund einem Jahr eine Verschiebung. Dieselautos werden tendenziell vermehrt angeboten, während gebrauchte Benziner weniger werden.“ Eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 zeigt zudem die anhaltende Verunsicherung der Autofahrer. „Notwendig wären verbindliche Regeln, um Gebrauchtwagenhändlern und Verbrauchern endlich mehr Planungssicherheit zu geben“, so Lorenz.

Durchschnittspreise: Stagnation trotz Anstieg in sechs von acht Fahrzeugsegmenten

Der allgemeine Durchschnittspreis auf AutoScout24 verharrte im Dezember auf hohem Niveau. In den einzelnen Klassen sanken zwar die durchschnittlichen Preise bei Vans (-1,0 Prozent, Durchschnittspreis: 17.172 Euro) und den SUV und Geländewagen (-0,4 Prozent, 28.567 Euro). Die anderen sechs Fahrzeugklassen sorgten jedoch für Ausgleich und legten preislich zu. Hierbei zeigte sich die Oberklasse mit plus fünf Prozent als Ausreißer nach oben (47.016 Euro). Preistreiber im Segment war der im Herbst neu aufgelegte Audi A8 (+36,7 Prozent) beziehungsweise der abgelöste Vorgänger. Kleinwagen dagegen wurden nur um 1,1 Prozent teurer (10.806 Euro), Kompaktklasse-Modelle um 0,8 Prozent (16.068 Euro), Mittelklasse um 0,2 Prozent (20.283 Euro) und Obere Mittelklasse (26.696 Euro) wie Sportwagen (51.692 Euro) um je 0,1 Prozent. Doch auch bei den Sportwagen gab es Modelle, die günstiger angeboten wurden: das mit Aluminium-Klappdach versehene Coupé-Cabrio Ferrari California (-5,0 Prozent), der von 1948 bis 2014 in fünf Generationen gebaute Jaguar XK (-3,2 Prozent), der als auch als Roadster angebotene Japanrenner Nissan 370Z (-3,2 Prozent) und der XK-Nachfolger Jaguar F-Type (-3,0 Prozent).

Angebotsentwicklung: Nur die Oberklasse trotzt dem Rückgang

Wie schon beim Preis tanzten Oberklasse-Fahrzeuge auch beim Angebot aus der Reihe. So stieg nur bei den Luxuslimousinen der Bestand um 1,7 Prozent. Bei allen anderen Klassen mussten sich Interessenten mit gesunkenen Bestandszahlen zufriedengeben. Vor allem Sportwagen (-5,6 Prozent) und deren offenen Varianten verblüfften mit gesunkenem Angebot. Allerdings werden hier viele saisonbedingt durch geringe Verkaufschancen im Winter aus dem Angebot genommen. Ebenso weniger Auswahl hatten Verbraucher bei Mittelklassemodellen (- 3,3 Prozent) und im Segment Obere Mittelklasse (-3,0 Prozent). Auch Kompaktklasse (-2,1 Prozent) sowie Vans (-1,7 Prozent) und SUV/Geländewagen (-1,1 Prozent) verbuchten ein reduziertes Angebot. Am stabilsten entwickelte sich der Bestand noch bei den Kleinwagen (-0,6 Prozent) – selbst wenn der zweisitzige Spaß-Roadster Ford Streetka (-14,1 Prozent), ein bis zu 231 PS starker Mini John Cooper Works (-13,9 Prozent) oder ein mit italienischem Design gesegneter Lancia Ypsilon (-13,2 Prozent) im Segment der Stadtflitzer wesentlich mehr verloren.

Beliebtheit: Rückgang bei den Seitenaufrufen saisonal, aber auch Prämien-bedingt

Im voll auf Weihnachten ausgerichteten Dezember verloren alle Segmente Interessenten. Einerseits durch andere Prioritäten der Verbraucher, andererseits aber auch durch die extrem hohen (Umtausch-)Prämien im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Denn die zahlreichen Angebote verleiten Autokäufer, statt nach einem jungen Gebrauchten alternativ nach einem Neuwagen mit mehreren tausend Euro Preisnachlass Ausschau zu halten. Darunter litten insbesondere preisgünstige Kleinwagen (-11,3 Prozent), aber auch Vans (-10,7 Prozent), Sportwagen (-10,4 Prozent) und weniger stark die Kompaktklasse (-8,0 Prozent). Ebenfalls rückläufige Seitenaufrufe verzeichneten die Mittel- (-4,1 Prozent) und Obere Mittelklasse (-3,9 Prozent). Den geringsten Interessenverlust hatten Verkäufer von SUV/Geländewagen zu beklagen (-1,9 Prozent). Einzige Ausnahme stellte auch bei den Seitenaufrufen die teure Oberklasse dar (+0,1 Prozent). Auffallend konkurrierten hier zwei optisch ähnlich gestrickte Modelle um einen Spitzenplatz im Beliebtheits-Ranking: Der klassisch mit Verbrennungsmotor bestückte Audi S7/A7 (+14,4/+11,5 Prozent) und der Elektro-Überflieger dieser Klasse, das Modell S von Tesla (+11,5 Prozent).

In unserem Pressebereich finden Sie Infografiken zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung sowie weitere Zahlen zu den Entwicklungen in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten.

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* FOCUS-MONEY Studie „Kundenfreundliche Apps“ (Heft 13/17)

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