München, 22.02.2018

Nur 14 Prozent liebäugeln bei Autokauf mit einem Diesel

Vor Dieselurteil am Donnerstag: Nur noch 14 Prozent würden bei Autokauf als erstes nach einem Diesel schauen / 21 Prozent machen sich Sorgen um Fahrverbote / Dieselautopreise leicht rückläufig

Stattdessen präferieren 46 Prozent Benziner, jeder Vierte liebäugelt mit einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage* von AutoScout24, dem europaweit größten Online-Automarkt, unter Autohaltern in Deutschland. Demnach machen sich 59 Prozent Gedanken rund um den Abgasskandal und die Diskussion von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge.

Dieselpreise nur leicht unter Druck

„Im Verlauf des vergangenen Jahres lässt sich ein leichter Preisrückgang bei Dieselfahrzeugen feststellen, während die Preise für Benziner steigen“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President bei AutoScout24. „Sollte das Bundesverwaltungsgericht entscheiden, dass Fahrverbote für Diesel zulässig sind, heißt das zwar noch nicht, dass tatsächlich Fahrverbote kommen – den Druck auf die Preise für Diesel wird das Urteil aber erhöhen. Die Hängepartie rund um dem Diesel wird so lange andauern, bis die Politik endlich Lösungen erarbeitet und Klarheit schafft, wie es mit dem Diesel weitergeht – das können die Bürger auch erwarten.“

Weniger Sorgen über Fahrverbote – trotz des bevorstehenden Urteils

Schon jetzt belasten die drohenden Fahrverbote einige Autohalter. So fragt sich jeder zehnte (elf Prozent), in welchen Städten man in Zukunft überhaupt noch Diesel fahren darf. Vor allem die Dieselhalter selbst machen sich Sorgen wegen drohender Fahrverbote (21 Prozent). In einer Umfrage mit gleicher Fragestellung haben im Juli vergangenen Jahres 14 Prozent (26 Prozent der Dieselfahrer) über drohende Fahrverbote nachgedacht – die Fahrverbotssorgen sind also leicht rückläufig. Auch die Sorgen über die Umweltverträglichkeit des Diesels schwächen sich ab. So machen sich nur noch 15 Prozent Gedanken darüber, vor sechs Monaten waren es noch 18 Prozent.

Alternative Antriebsarten gewinnen an Attraktivität

Insgesamt 2 Prozent der Autohalter haben ihr Fahrzeug aufgrund der Diskussionen bereits verkauft, weitere 16 Prozent der Dieselhalter denken darüber nach. Während vor sechs Monaten noch 27 Prozent einen Selbstzünder fuhren, sind es jetzt nur noch 24 Prozent. Entsprechend ist die Verbreitung von Benzinern von 70 auf 72 Prozent gestiegen. Gefragt, nach welchem Fahrzeug sie denn als erstes schauen würden, wenn sie jetzt ein neues/anderes bräuchten, sprechen sich 46 Prozent für einen Benziner aus (Juli 2017: 44 Prozent), 14 Prozent würden trotz aller Diskussionen auf den Diesel setzen (Juli 2017: 15 Prozent) und 24 Prozent würden ein Elektrofahrzeug oder Hybrid wählen (Juli 2017: 24 Prozent). Trotz aller Euphorie über alternative Antriebsarten machen sich 21 Prozent der Autohalter Gedanken darüber, wie alltagstauglich diese Fahrzeuge eigentlich sind.

* Die Innofact AG befragte im Januar 2018 im Auftrag von AutoScout24 1.024 Autohalter, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich des Alters (18-65 Jahre) und Geschlechtes quotiert. Mehrfachantworten waren möglich. Die ausführlichen Umfrageergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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* FOCUS-MONEY Studie „Kundenfreundliche Apps“ (Heft 13/17)

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