München, 05.04.2018

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise steigen entgegen dem langjährigen Trend auch im März

Für einen März eher ungewöhnlich sind die Preise bei Gebrauchtwagen weiter gestiegen. Trotz aller Diskussionen um Diesel und Fahrverbote kletterte der monatliche AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) um 0,3 Prozent auf 20.123 Euro (Februar: 20.059 Euro). Bestimmend waren hier Fahrzeuge der stark vertretenen Mittelklasse. Während das Angebot leicht schrumpfte, gab es bei der Beliebtheit sowohl Gewinner wie Kleinwagen, als auch Verlierer wie die Sportwagen.

„In den vergangenen Jahren gab der Durchschnittspreis im März eigentlich immer saisonal bedingt etwas nach. Das war dieses Jahr nicht der Fall“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Zwar verlieren ältere Diesel je nach Fahrzeugklasse mal mehr, mal weniger an Wert. Insgesamt ist der Effekt in der Realität allerdings viel geringer als der ‚gefühlte‘. Dass die Preise im März nicht gefallen sind, liegt unter anderem auch an den vermehrt angebotenen Hybridmodellen. Denn diese Fahrzeuge sind nicht nur aufgrund ihres noch relativ geringen Alters teurer als die Masse.“

Durchschnittspreise: Volumenstarke Mittelklasse bestimmt die Richtung

Anders als in den Vorjahren stiegen die Preise bei Gebrauchtwagen dieses Jahr auch im März – trotz anhaltender Diesel-Debatte. Preistreiber im März waren mit einem Plus von einem Prozent insbesondere Gebrauchtwagen der Mittelklasse (Durchschnittspreis: 21.977 Euro). Besonders auffällig waren hier die sowieso schon hochpreisigen sportlichen Audi-Modelle S5 (6,9 Prozent), A5 (4,6 Prozent), S4 (4,4 Prozent) und RS5 (4,1 Prozent). Ebenfalls leicht positiv entwickelten sich Vans (+0,2 Prozent, 17.945 Euro) sowie die Kompaktklasse (+0,1 Prozent, 17.123 Euro). Kleinwagen (11.405 Euro) und obere Mittelklasse (28.334 Euro) hielten ihr Preisniveau, wohingegen die restlichen drei Segmente etwas an Substanz verloren. Am wenigsten reduzierten sich die Preise bei Sportwagen (-0,2 Prozent, 53.046 Euro) und den weiterhin beliebten Geländewagen/SUV (-0,3 Prozent, 29.282 Euro). Lediglich Oberklassefahrzeuge verloren etwas stärker. Ihr Preis fiel um 0,8 Prozent auf 50.432 Euro. Angeführt wurde der Preisrückgang in diesem Segment vom Jaguar XJ (-11,1 Prozent) vor dem Maserati Quattroporte (-5,2 Prozent) und der 6-Reihe von BMW (-4,4 Prozent). Interessant: Selbst das Oberklasse Vorzeige-Elektromobil Tesla Model S wurde um 3,7 Prozent günstiger eingepreist.

Angebotsentwicklung: Alle Fahrzeugsegmente mit niedrigerem Bestand

Nach dem Anstieg bei gleichzeitig gestiegener Nachfrage im kurzen Februar, mussten sich Interessenten nun im März wieder mit einem leicht gesunkenen Angebot zufriedengeben. Segmentbezogen nahm vor allem das Angebot bei Sportwagen (-4,9 Prozent), Vans (+4,3 Prozent) und der Oberen Mittelklasse (-4,3 Prozent) etwas ab. Besonders schlechte Karten bei den Sportwagen hatten Interessenten von Jaguar (XK: -28,3 Prozent, F-Type: -23,5 Prozent) und der beiden Neuinterpretationen amerikanischer Muscle Cars, dem Chevrolet Camaro (-13,4 Prozent) sowie dem Ford Mustang (-13,2 Prozent). Geländewagen/SUV landeten bei dieser Auswertung mit minus 3,5 Prozent im Mittelfeld und damit vor der Mittelklasse, deren Bestand im März um 2,4 Prozent sank. Dahinter landeten Ober- und Kompaktklasse (je -2,1 Prozent) und Kleinwagen (-1,6 Prozent). Allerdings gab es bei den Kleinwagen eine große Bandbreite beim Mehr- und Minderbestand. So legte das Angebot beim elektrisch angetrieben Renault Zoe um fast die Hälfte zu (+46,7 Prozent), während vom zwischen 2003 und 2005 verkauften Zweisitzer-Cabrio Ford StreetKa 14,5 Prozent weniger im Bestand waren. Nachvollziehbar – bei Preisen zwischen 2.000 und 7.000 Euro sowie der anstehenden Frischluftsaison.

Beliebtheit: Vor allem kleinere Fahrzeuge verbuchten mehr Seitenaufrufe

Bei Interessenten besonders begehrt waren im März verbrauchsgünstige Kleinwagen (+4,8 Prozent) sowie Fahrzeuge der Golf- bzw. Kompaktklasse (+2,1 Prozent). Gerade bei den Kleinwagen legten einige Ausreißer eine erstaunliche Beliebtheit an den Tag. So wuchsen die Detailseitenaufrufe beim Citroen-Ableger DS3 um 71,4 Prozent. Aber auch die aktuelle Serie des Fiat Panda (+62,5 Prozent) oder des seit 1982 in mittlerweile fünfter Generation gebauten Nissan Micra (+53,8 Prozent) waren bei Suchenden überproportional gefragt. Nahezu unverändert zeigten sich hingegen Interessenten an Vans (+0,1 Prozent). Der Rest der Fahrzeugsegmente musste sich mit weniger Seitenaufrufen zufriedengeben; darunter die Mittel- (-0,6 Prozent) und Oberklasse (-1,8 Prozent) sowie Obere Mittelklasse und Geländewagen/SUV (je -2,1 Prozent). Die geringste Lust hatten Verbraucher aber auf Sportwagen (-3,7 Prozent). Hier reichte die Bandbreite vom Ford Mustang (+61,6 Prozent) bis zum Mercedes-Benz SLC (-24,5 Prozent, inkl. SLK bis 2016).

In unserem Pressebereich finden Sie Infografiken zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung sowie weitere Zahlen zu den Entwicklungen in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten.

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