München, 03.12.2018

Studie: Diesel weiterhin gefragt

Diesel-Paket fällt bei Autofahrern durch / Fahrer nur unzureichend informiert / Vertrauen in Regierung und Hersteller sinkt

Trotz der Verhängung von Fahrverboten sind Dieselautos weiterhin gefragt. So würde jeder zweite Autointeressierte den Kauf eines Selbstzünders in Erwägung ziehen, bei Dieselfahrern sind es sogar über 70 Prozent. Das von der Regierung beschlossene Diesel-Paket erhält allerdings schlechte Noten: Neun von zehn Befragten sind damit unzufrieden. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von AutoScout24*. Der europaweit größte Online-Automarkt hat rund 1.300 AutoScout24-Nutzer befragt. Demnach hat das Diesel-Paket das Vertrauen in die Regierung keinesfalls gestärkt: Fast drei Viertel geben an, dass es nach der Verabschiedung der Maßnahmen sogar gesunken sei. Ein Großteil glaubt zudem, die Regierung lasse sich in Sachen Diesel von der Industrie an der Nase herumführen.

Jeder Zweite glaubt an den Diesel

Dem Abgasskandal, Stickoxiden und Fahrverboten zum Trotz: Der Diesel bleibt für deutsche Autofahrer eine relevante Technologie. 55 Prozent würden es in Erwägung ziehen, bei ihrem nächsten Autokauf einen Selbstzünder zu erwerben – bei den Dieselfahrern sind es sogar 71 Prozent. Zwar sind Dieselfahrzeuge damit nicht so beliebt wie Benziner, die 60 Prozent der AutoScout24-Nutzer kaufen würden, doch der Abstand ist geringer als man vermuten könnte. Alternative Antriebe sind im Vergleich zu Benzinern und Diesel abgeschlagen: Nur jeder Vierte (24 Prozent) zöge einen Hybrid in Erwägung, Elektrofahrzeuge kommen auf eine Zustimmung von 15 Prozent der Befragten. „Geringerer Verbrauch und niedrigere Spritpreise – Autofahrer wissen die Dieseltechnologie nach wie vor zu schätzen“, kommentiert Jochen Kurz, Director Product bei AutoScout24, die Studienergebnisse. „Vor allem auf der Langstrecke ist der Selbstzünder vorteilhaft. Zudem zeichnet sich ab, dass viele durch die Beschränkung der Fahrverbote auf einzelne Gebiete kaum betroffen sind.“

Autofahrer unzufrieden mit Diesel-Paket

Dass die guten Bewertungen für den Diesel auf die jüngsten Maßnahmen der Regierung zurückzuführen sind, ist eher unwahrscheinlich. Zwar zeigen sich 63 Prozent der Befragten und sogar 70 Prozent der befragten Dieselfahrer interessiert am Diesel-Paket. Doch 90 Prozent geben an, damit unzufrieden zu sein. „Die Autofahrer sind verunsichert, was nun für wen gilt“, sagt Kurz. Tatsächlich geben laut Umfrage 69 Prozent der Befragten an, dass sie sich unzureichend über die neuen Regelungen informiert fühlen. Auch die Beschränkungen der Prämien auf Dieselfahrer in einzelnen Städten kommt nicht gut an: Drei Viertel (77 Prozent) lehnen diese Limitierung ab.  

Befragte trauen Regierung Lösung der Probleme nicht mehr zu

Entsprechend ist das Vertrauen in die Regierung im Umgang mit der Krise bei 72 Prozent der Befragten gesunken ist. Lediglich drei Prozent spüren durch die Verabschiedung des Diesel-Pakets wieder mehr Zutrauen in die Verantwortlichen. 87 Prozent sind sogar der Meinung, dass sich die Regierung von der Autoindustrie auf der Nase herumtanzen lasse. Gleichzeitig ist auch das Vertrauen in die deutschen Hersteller nach der Vorstellung des Diesel-Pakets bei 72 Prozent der Befragten gesunken.

AutoScout24-Mann Jochen Kurz sagt: „Während die deutschen Autofahrer nach wie vor an den Diesel glauben, kann das Diesel-Paket nicht überzeugen. Grund sind die vielen offenen Fragen – vor allem, wie es mit dem Diesel langfristig weitergeht.“

* AutoScout24 hat vom 15. Oktober bis 6. November 2018 insgesamt 1.285 Nutzer aus Deutschland online zur Diesel-Thematik befragt. Die ausführlichen Umfrageergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.de.

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