München, 04.01.2012

Schluss mit den Auto-Mythen - wo Deutschlands Autofahrer falsch liegen

Eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 entlarvt, welchen Auto-Mythen die Deutschen erliegen. Und sie rechnet mit einem anderen Mythos ab: Frauen sind zwar die rücksichtsvolleren Fahrer – der Grund dafür liegt aber häufig in ihrer Unsicherheit.

Es gibt sie, diese Momente, in denen man beim Autofahren nicht sicher ist, ob man nicht gerade einen Fehler begangen hat: Hätte ich für den Radfahrer am Zebrastreifen bremsen müssen? Hätte ich auf der Autobahn Platz machen müssen, um andere an der Auffahrt einfädeln zu lassen? Fragen, die viele nicht beantworten können, werden zu Mythen. Und sie gilt es, gleich zu Beginn eines neuen Jahres auszuräumen. Das Marktforschungsinstitut Innofact hat im Auftrag von AutoScout24 eine repräsentative Umfrage unter Deutschlands Autofahrern durchgeführt, um zu identifizieren, wo die Unsicherheiten liegen. Mit Hilfe des europaweit größten Online-Automarkts AutoScout24 haben wir die Tatsachenlage hinter diesen Mythen geprüft.

Winterliches Motorvorglühen – kuschelig warm, aber verboten

Wer steigt nicht gerne in der kalten Jahreszeit in ein mollig warmes Auto? Eine Methode, das zu erreichen, sollte man jedoch tunlichst meiden: Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen. Zumindest, wenn man das auf einer öffentlichen Verkehrsfläche tut. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) der deutschen Autofahrer weiß das zwar nicht – rechtlich gesehen begeht man damit aber eine Ordnungswidrigkeit (Gem. § 30 Abs. 1 StVO). Deshalb gilt: Wer keine Standheizung hat und die ersten Minuten im Auto nicht frieren möchte, sollte sich gut einpacken!

Radfahrer auf dem Zebrastreifen und Frauen auf der Autobahn
Der nächste Mythos: 61 Prozent der Deutschen glauben, es sei ihre Pflicht, auch für Fahrradfahrer an Zebrastreifen zu halten. Selbst wenn das von vielen Fahrradfahrern vielleicht anders gesehen wird: Autofahrer müssen in diesem Fall nicht halten. Anders sieht es aus, wenn ein Radfahrer seinen Drahtesel schiebt (Gem. § 26 Abs. 1 StVO). Auch bei diesem Myhtos geht es um eine fälschlich angenommene Vorfahrtsregel: Beinahe die Hälfte aller Deutschen (49 Prozent) denkt, dass sie bei Autobahnauffahrten auf die linke Fahrspur wechseln müssen, so diese frei ist, um anderen das Einfädeln zu ermöglichen. Das ist zwar nett – und jeder Einfädler wird es danken – aber eine gesetzliche Verpflichtung hierzu existiert nicht. Besonders glücklich können sich Einfädler schätzen, wenn gerade viele Frauen unterwegs sind – denn unter ihnen ist mehr als die Hälfte von dieser imaginären „Vorfahrtsregel“ überzeugt (54 Prozent gegenüber 45 Prozent der Männer).

Augen auf beim Autokauf und freie Fahrt für iPod-Zapping
Die Gutgläubigkeit vieler Frauen macht sich auch in Bezug auf andere Auto-Mythen bemerkbar: 43 Prozent glauben, dass beim Kauf eines Neuwagens jeglicher Mangel zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt. Derselben Ansicht sind auch immerhin 29 Prozent der Männer. Richtig hingegen ist, dass ein Rücktritt nur dann rechtens ist, wenn eine vom Verkäufer vorgenommene Nacherfüllung – beispielsweise eine Reparatur oder Ersatzlieferung – nicht geleistet wurde (Gem. § 440 BGB). Musik in den Ohren sehr vieler dürfte dagegen das Ausräumen des folgenden Mythos sein: Im Gegensatz zum Telefonieren ist das Bedienen des iPods während der Fahrt nämlich nicht verboten (Siehe § 23 StVO). 82 Prozent der Deutschen waren der Meinung, es sei verboten. Das mag aber gleichwohl die sinnvollere Entscheidung sein: Denn sollte es zu einem Unfall kommen, könnte dies als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.

Bei Hochzeiten und in Autokorsos hupen – eigentlich verboten

So hart das klingen mag, aber wer in Autokorsos oder bei Hochzeiten fröhlich hupt, begeht damit rechtlich gesehen eine Ordnungswidrigkeit (Gem. § 16 Abs. 1 StVO). Das weiß ein Fünftel von Deutschlands Autofahrern nicht (20 Prozent). Aber Polizisten sind auch nur Menschen – und da Hupen bei diesen Gelegenheiten in Deutschland nun einmal eine alte Tradition ist, ignorieren das die Freunde und Helfer im Normalfall.

Das Markforschungsinstitut Innofact AG befragte im Auftrag von AutoScout24 im Zeitraum vom 11. bis 13. November 1.103 Autofahrer zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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