München, 10.04.2012

Voll auf die Hupen: Das müssen die Deutschen noch lernen

Sich über den Straßenverkehr ärgern, flirten oder Siege feiern: Als Robert Bosch am 12. April 1914 die Hupe zum Patent anmeldete, hatte er das bestimmt nicht im Sinn. "Reiner Ton, sofortiges Ansprechen, große Reichweite, geringer Stromverbrauch, Zuverlässigkeit und gefällige Form" – das waren die Anforderungen an das neue "Bosch-Horn". Seither gilt: Kein Auto ohne Hupe. Denn die "Einrichtung für Schallzeichen" ist für alle Kraftfahrzeuge ab 50 cm3 Hubraum vorgeschrieben.

Die Hupe ist verordnet, aber nicht beliebt: Vier von zehn deutschen Autofahrern (44 Prozent) hupen ungern, sie empfinden es als sinnlos oder nervig. 34 Prozent der Autofahrer erschrecken sich zudem, wenn sie angehupt werden, 21 Prozent regen sich darüber auf und 13 Prozent fühlen sich davon peinlich berührt.

Deutsches Hupen: Ein Mal kurz und höchstens ein Mal pro Fahrt

Der deutsche Autofahrer hupt am häufigsten bei plötzlich auftretender Gefahr (79 Prozent), an der Ampel bei einem "schlafenden" Vordermann (65 Prozent) und im Geleitzug einer Hochzeit (41 Prozent) – obwohl über 80 Prozent der Befragten bewusst ist, dass in letzteren Situationen Hupen eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Denn die Hupe darf laut § 16 der Straßenverkehrsordnung ausschließlich dazu benutzt werden, andere Verkehrsteilnehmer vor drohenden Gefahren zu warnen oder außerorts die eigene Überholabsicht anzukündigen. Was 14 von 100 Fahrern (14 Prozent) nicht davon abhält, in südländischer Manier via Hupsignal jemanden zu grüßen oder anzuflirten.

Der durchschnittliche Autofahrer hupt ein Mal kurz (76 Prozent) und maximal ein Mal pro Fahrt (93 Prozent). Zum Frustabbau nutzen deutsche Autofahrer das Hupen nicht (drei Prozent). Und offensichtlich auch nicht zum Ausdruck von Freude: 74 Prozent halten das Hupen im Autokorso zur Fußball-EM 2012 für "unangebracht" und planen, nicht zu hupen. Zurzeit sieht es also nicht nach lauten Freudenfesten auf Deutschlands Straßen aus.      

Das Marktforschungsinstitut Innofact AG befragte im Auftrag von AutoScout24 im Zeitraum vom 1. bis 5. März 1.100 Autofahrer zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com. Abdruck des Bildes honorarfrei (©Joe Bator/CORBIS), Beleg erwünscht.

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