München, 04.10.2012

Ein Drittel der Deutschen will Energiewende im Straßenverkehr durch Steuern finanzieren

Länderübergreifende Studie von AutoScout24 zeigt: Mehrheit der Europäer erwartet in Zukunft umweltfreundliche Autos und sehen die öffentliche Hand in der Pflicht

Noch sind Autos mit alternativem Antrieb Exoten auf deutschen Straßen. Wenn es nach den Deutschen geht, werden sie jedoch bald das Straßenbild prägen. Denn 84 Prozent wünschen sich für die Zukunft umweltfreundliche Automobile. Diese Meinung ist auch in Europa vorherrschend: 86 Prozent der Europäer erwarten ein nachhaltiges Auto von morgen. Ein Drittel der Deutschen und der Europäer ist dabei der Meinung, der hierfür notwendige Umbau der Verkehrsinfrastruktur, wie etwa die Bereitstellung von Ladestationen, solle durch Steuern finanziert werden. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Unser Auto von morgen“, die der Online-Automarkt AutoScout24 in Auftrag gegeben hat. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat dafür 8.800 Europäer gefragt, was sie sich von der Mobilität und dem Auto der Zukunft erwarten.

Kosten soll der Steuerzahler tragen

Welcher alternative Antrieb sich letztlich auch durchsetzt: Investitionen in eine neue Energieinfrastruktur lassen sich nicht vermeiden. 36 Prozent der Deutschen und der Europäer sind der Meinung, dass diese Kosten der Steuerzahler tragen sollte, da die gesamte Gesellschaft davon profitiere. Ein steuerfinanziertes Modell bevorzugen auch die Italiener (45 Prozent) und die Österreicher (41 Prozent), während die Franzosen diesem Modell ablehnender gegenüber stehen (27 Prozent). Ein weiteres vorstellbares Finanzierungsmodell wäre es, die Nutzer diese Kosten tragen zu lassen. Dies könnte entweder direkt über eine Abgabe, was je 21 Prozent der Deutschen und der Europäer bevorzugen, oder indirekt über die Energieanbieter geschehen, die diese Kosten an die Nutzer weitergeben würden. Diese zweite Alternative finden 15 Prozent der Deutschen und 16 Prozent der Europäer sinnvoll. Einen ganz anderen Weg würden 21 Prozent der Deutschen und 20 Prozent der Europäer einschlagen: Sie wollen diejenigen zur Kasse bitten, die sich der Nutzung alternativer Antriebe verweigern. Eine solche „Erziehungssteuer“ ist vor allem den Österreichern sympathisch: 28 Prozent würden diesen Weg wählen.

Aber bitte alltagstauglich

So wichtig den Befragten nachhaltige Mobilität ist, so wenig kompromissbereit sind sie, wenn es um die Reichweite alternativer Antriebe geht. Einen Radius von bis zu 250 Kilometern finden gerade 23 Prozent der Deutschen und 29 Prozent der Europäer akzeptabel. Mit einer Mindestreichweite von 500 Kilometer wären dagegen die Bedürfnisse von 65 Prozent der Deutschen und 63 Prozent der Europäer abgedeckt. „Heute hat CO2-freie Fahrt noch ein Reichweitenproblem“, sagt Thomas Weiss, Automobilexperte bei

AutoScout24 und Chefredakteur des AutoScout24 Magazins. „Doch Wasserstoff für die Brennstoffzelle, Induktionsschleifen in der Fahrbahn für Elektroautos mit sehr kleiner Batterie und synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren haben das Potenzial, dieses Problem zu lösen.“

Klang der Verbrennungsmotoren wird kaum vermisst

Wenig sentimental sind die Befragten, wenn es um eine andere Folge des Umstiegs auf alternative Antriebe geht: den Abschied vom klassischen Klang der Verbrennungsmotoren. Nur 10 Prozent der Deutschen würden das Motorengeräusch vermissen (in Europa: 7 Prozent). 43 Prozent der Deutschen (Europa: 52 Prozent) freuen sich hingegen auf mehr Ruhe im Straßenverkehr. 37 Prozent sorgen sich um die Sicherheit und darum, dass leise Fahrzeuge von anderen Verkehrsteilnehmern nicht mehr rechtzeitig wahrgenommen werden (Europa: 33 Prozent). Hier gibt Thomas Weiss jedoch zu bedenken: „Auch diese Fahrzeuge sind nicht komplett still. Wir werden uns in Zukunft an das Sirren der E-Autos gewöhnen.“

Im Rahmen der AutoScout24-Studie „Unser Auto von morgen“ wurden insgesamt 8.844 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren in sieben europäischen Ländern befragt (Österreich: 1.003, Belgien: 1.000, Frankreich: 1.461, Deutschland: 1.450, Italien: 1.467, Niederlande: 1.004 und Spanien: 1.459). Die Daten wurden im Zeitraum vom 12. April bis 17. Mai 2012 erhoben. Die Studie kann unter: www.unserautovonmorgen.de kostenlos heruntergeladen werden. Bildmaterial erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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