München, 29.10.2012

Europäische Autobesitzer verkaufen ihr Auto zum falschen Zeitpunkt

Im Herbst und Winter können Autoverkäufer im Schnitt bessere Preise für ihr Fahrzeug erzielen – doch 90 Prozent der Autofahrer wissen das nicht.

„Welche Zeit halten Sie für die beste, um ein Auto zu verkaufen?“. Eine Umfrage des Online-Automarkts AutoScout24 unter 45.000 Teilnehmern in acht europäischen Ländern hat ergeben, dass nur zehn Prozent der Befragten einen Wagen in den Jahreszeiten Herbst und Winter verkaufen würde. Dabei würden sie beim Verkauf zu diesem Zeitpunkt einen besseren Preis für ihr Fahrzeug erzielen, als im Frühling oder Sommer: Denn im Schnitt und über alle Fahrzeugklassen hinweg lässt sich laut AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preisindex (AGPI) konstatieren, dass in den Jahren 2010 bis 2012 der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen in den Monaten November, Dezember und Januar am höchsten lag, wohingegen die Preise im Frühjahr deutlich niedriger waren. Doch die Mehrheit der Umfrageteilnehmer ist davon überzeugt, der Frühling sei der beste Zeitpunkt für den Autoverkauf (45 Prozent). Ganze 36 Prozent halten den Zeitpunkt des Verkaufs für irrelevant. Der heute erschienene AGPI ermittelte für Oktober 2012 eine Steigerung des Durchschnittspreises für Gebrauchtwagen um 1,27 Prozent gegenüber dem Vormonat. Wer jetzt sein Auto verkaufen möchte, erzielt also auch im Herbst 2012 einen besseren Preis als noch im Frühjahr dieses Jahres.

36 Prozent aller Europäer veräußern ihr altes Auto, wenn das neue schon vor der Tür steht

Während knapp ein Drittel der Befragten eine Zeit lang zwei Autos besitzt, würde die Mehrheit das alte Auto erst verkaufen, wenn der neue Wagen bereits bestellt ist (42 Prozent). Knapp jeder Vierte (23 Prozent) macht sich über ein neues Gefährt erst dann Gedanken, wenn das alte verkauft worden ist. Im Vergleich zu den anderen Ländern sind es besonders die Deutschen, die es bevorzugen, einen neuwertigen Wagen zu besitzen, bevor sie sich vom Vorherigen trennen (44 Prozent). Ähnlicher Meinung sind die Österreicher (42 Prozent), dann folgen die Schweizer (40 Prozent), Belgier (37 Prozent) und Italiener (30 Prozent). Niederländer, Franzosen und Spanier praktizieren dieses Vorgehen am wenigsten (je 29 Prozent). Einigkeit besteht bei den Europäern, wenn es um die Frage geht, an wen sie ihr Auto am ehesten verkaufen würden: In erster Linie bekommt die Person das Fahrzeug, die dem Verkäufer den besten Preis bietet (88 Prozent). Sechs Prozent machen den Verkauf abhängig von der Sympathie des Käufers. Besonders die Franzosen stimmen für diese Antwortoption (11 Prozent). Weniger ins Gewicht fällt bei den Europäern der Aspekt, ob man den Käufer kennt und dieser den Wagen gut behandelt würde (fünf Prozent).

Bargeld als Zahlungsmittel am beliebtesten  – außer bei den Franzosen

In erster Linie bevorzugen die Europäer Bargeld bei der Übergabe ihres Fahrzeugs an den neuen Besitzer (70 Prozent). Jeder Vierte ist auch mit einem Zahlungsavis der Bank zufrieden (28 Prozent). Zwei Prozent der befragten Europäer würden darauf vertrauen, dass der Käufer das Geld im Anschluss an die Fahrzeugübergabe überweist. Besonders die Franzosen bevorzugen Zahlungsavis der Bank: Drei Viertel ziehen diese dem Bargeld vor (78 vs. 20 Prozent). Ganz im Gegensatz zu den Deutschen, die überwiegend Bargeld als beliebteste Zahlungsmethode vorziehen (91 Prozent).

Details zur Umfrage: Die Umfrage wurde im Rahmen der Abstimmung zum 10. Internet Auto Award vom 20.10.2011 bis 13.01.2012 durchgeführt. AutoScout24 befragte insgesamt 45.920 Nutzer europaweit online (2.241 in Belgien, 15.769 in Deutschland, 4.022 in Frankreich, 12.736 in Italien, 3.510 in den Niederlanden, 1.027 in Österreich, 725 in der Schweiz, 4.135 in Spanien sowie 1.755 ohne spezifische Länderzuweisung). Detailliertes Zahlenmaterial zu den Themen „bester Verkaufszeitpunkt“, „Bevorzugte Zahlungsmethode“ und „Bevorzugter Käufer“ stellt AutoScout24 gerne auf Anfrage zur Verfügung.

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