München, 06.05.2014

Kostenfaktor Auto: Deutsche wünschen sich für die Zukunft bezahlbare Mobilität

Mobilität lassen sich die Deutschen etwas kosten: 14,2 Prozent ihres Konsumbudgets haben sie laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2012 dafür ausgegeben - sogar etwas mehr als für Nahrung, Getränke und Tabakwaren (13,9 Prozent). An das Automobil der Zukunft haben sie daher ganz klare Erwartungen: 86 Prozent der Deutschen wünschen sich von ihm bezahlbare Mobilität - in Europa sind es 89,5 Prozent. Das hat die Studie "Unser Auto von morgen - 2013/2014" ergeben. Im Auftrag von AutoScout24 hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dafür repräsentativ 8.800 Europäer in sieben Ländern befragt.

Vernunft geht vor Luxus

Die Studie zeigt: In Zukunft wird sich das Auto an öffentlichen Verkehrsmitteln messen lassen müssen. Denn 37 Prozent der Deutschen erwarten, dass eine Autofahrt künftig weniger kostet als ein Zugticket. Nur zehn Prozent der Deutschen geben an, sie würden unabhängig von den Kosten in jedem Fall das Auto vorziehen. Es gibt jedoch auch Aspekte, für die sie bereit sind, beim Auto der Zukunft mehr zu bezahlen. Das ist in erster Linie die Sicherheit: Für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen akzeptieren 44 Prozent der Deutschen höhere Preise. 38 Prozent wären auch für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer bereit, mehr zu bezahlen. Für geringere Wartungskosten und weniger Fehleranfälligkeit würden 41 Prozent ihren Geldbeutel weiter öffnen, für Umweltfreundlichkeit wären dazu 39 Prozent bereit. Die hochwertigere Verarbeitung ihres Autos würden sich dagegen nur 21 Prozent der Deutschen mehr kosten lassen als heute, Info- und Entertainmentsysteme nur 16 Prozent und mehr Fahrspaß nur 15 Prozent. "Damit machen die Autobesitzer eine klare Ansage: Das Auto soll nicht teurer werden als es ohnehin schon ist - Mehrkosten werden am ehesten für Sicherheit, Umwelt und einen geringeren Wartungs- und Reparaturaufwand akzeptiert. Diesen Innovationsdruck sollten die Hersteller als Chance begreifen", sagt Thomas Weiss, Chefredakteur des AutoScout24 Magazins.

Infrastrukturkosten und Einnahmequelle Auto

Uneinig sind sich die Deutschen über die Frage, wer die Infrastrukturkosten bei einem Umstieg auf alternative Antriebe tragen sollte. 33 Prozent schlagen vor, diese Kosten über Steuern zu finanzieren - wenn die gesamte Gesellschaft profitiert, soll auch die gesamte Gesellschaft zahlen. 34 Prozent der Deutschen sind der Meinung, nur die Nutzer alternativer Antriebe sollten anfallende Mehrkosten direkt oder indirekt tragen. 23 Prozent davon möchten diese über Steuern und Maut zur Kasse bitten, weitere 11 Prozent würden die Kosten über Hersteller und Energieversorger an diese Verbraucher weitergeben. Einen ganz anderen Ansatz verfolgen dagegen 26 Prozent der Deutschen: Sie sind der Meinung, die Kosten sollten gerade von denjenigen getragen werden, die nicht auf alternative Antriebe umsteigen, um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen. Und 6 Prozent finden, in die Infrastruktur für alternative Antriebe sollte gar kein Geld investiert werden.

Den Wunsch, die Kosten für die Mobilität mit dem Auto im Zaum zu halten, spiegelt auch ein anderer Punkt wider: Bestünde die Außenoberfläche ihres Fahrzeugs aus einem großen Display, wären 37,5 Prozent der Deutschen bereit, diese als Werbefläche anzubieten.

Im Rahmen der AutoScout24-Studie "Unser Auto von morgen 2013/14" wurden insgesamt 8.800 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren in sieben europäischen Ländern befragt (Österreich: 1.000, Belgien: 1.000, Frankreich: 1.450, Deutschland: 1.450, Italien: 1.450, Niederlande: 1.000 und Spanien: 1.450). Durchgeführt wurde die Befragung von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Daten wurden im Zeitraum vom 07. Juni bis 08. Juli 2013 erhoben. Die Studie kann unter: www.unserautovonmorgen.de kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

AutoScout24-Pressemeldungen als RSS-Feed abonnieren

Pressestelle AutoScout24

Telefon: 089-44456-1185
E-Mail: presse@autoscout24.de

Mehr zu AutoScout24

Unternehmensportrait

AutoScout24 stellt sich vor: Wer wir sind, woher wir kommen und was wir tun.
Mehr