München, 10.02.2015

Billiges Benzin: Bitte volltanken

AutoScout24-Studie: 37 Prozent tanken häufiger spontan und ein Drittel fährt mehr Auto aufgrund der niedrigen Spritpreise / Sparsame Autos trotzdem weiterhin im Trend

Autofahrer haben im vergangenen Jahr so günstig getankt wie zuletzt 2010. Und der Trend scheint sich fortzusetzen: Das Überangebot an Rohöl soll sich in der ersten Jahreshälfte 2015 sogar noch vergrößern. Eine repräsentative Studie im Auftrag von AutoScout24 klärt nun, wie die deutschen Autofahrer auf die günstigen Spritpreise reagieren. Das Ergebnis: Ein gutes Drittel (34 Prozent) der Befragten steigt wieder öfter ins Auto.

50 Prozent der Befragten haben ihr Fahrverhalten nicht geändert, weil für sie die Kosten für Benzin nur eine untergeordnete Rolle spielen. Weitere 16 Prozent wollen die Umwelt schonen und legen keine zusätzlichen Kilometer mit dem Auto zurück. Im Gegensatz dazu freuen sich insgesamt 34 Prozent über den sinkenden Ölpreis und steigen wieder öfter ins Auto. 19 Prozent legen jetzt wieder Strecken mit dem Auto zurück, die sie zuvor mit anderen Verkehrsmitteln wie Rad, Bus und Bahn bewältigt haben. Jeder Siebte (15 Prozent) gab an, sogar wieder zusätzliche Fahrten wie Wochenendausflüge zu unternehmen.

Zwei Drittel erwarten 2015 erneuten Preisanstieg

An dauerhaft günstiges Benzin glauben nur die wenigsten Autofahrer. Zwei Drittel (66 Prozent) gehen davon aus, dass die Preise noch in diesem Jahr wieder anziehen. Weitere 14 Prozent halten einen Anstieg in den nächsten Jahren für wahrscheinlich. Acht Prozent sagen stabile Preise für 2015 und die folgenden Jahre voraus. Dass der Ölpreis weiter sinkt, erwarten nur drei Prozent. Neun Prozent der Befragten wagen keine Prognose.

Tankstellen-Angebote für zwei Drittel unwiderstehlich

Besonders niedrige Preise an Tankstellenanzeigen verlocken insgesamt 64 Prozent, spontan aufzufüllen, obwohl der Tank noch lange nicht leer ist. Überwiegend legen die deutschen Autofahrer (37 Prozent) dieses Verhalten erst an den Tag, seitdem die Spritpreise so gering sind. Für gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten war dies auch schon zu Zeiten höherer Preise selbstverständlich.

Andere Fahrer bleiben vom Preisrückgang der Kraftstoffe unbeeindruckt: Ein knappes Drittel (32 Prozent) tankt unabhängig vom Preisniveau kurz bevor der Sprit ausgeht. Nur zwei Prozent machen keinen spontanen Zwischenstopp an der Tankstelle, weil das Gewicht des zusätzlich getankten Benzins den Verbrauch erhöht. „Damit liegen sie aber gar nicht so falsch“, bestätigt auch Automobilexperte Michael Gebhardt von AutoScout24. „Beim Thema Spritsparen muss man umfassend und langfristig denken: Wie weit ist es zur günstigeren Tankstelle und wann ist der beste Zeitpunkt? Wie viel verbraucht mein Auto mehr, wenn es vollgetankt ist? Der beste Tipp ist und bleibt: Wer wirklich Sprit sparen will, sollte schon beim Kauf auf ein effizientes Fahrzeug achten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Spritpreis nur einen eher kleinen Teil der Gesamtkosten eines Autos ausmacht: Deutlich mehr fällt etwa der Wertverlust ins Gewicht; ein VW Polo zum Beispiel verliert pro Monat über 180 Euro an Wert. So viel vertanken nur die wenigsten Polo-Fahrer.“

Die Rückkehr der Benzinschleudern?

Auf den Spritverbrauch achten die meisten Befragten beim Kauf nach wie vor, wie die Umfrage zeigt. Denn nur für sieben Prozent von ihnen käme aufgrund der aktuell niedrigen Spritpreise ein Fahrzeug infrage, das relativ viel verbraucht. Weitere zehn Prozent gaben an, dass für sie der Verbrauch eines Autos generell kein entscheidender Faktor ist. Aber die überdeutliche Mehrheit möchte weiterhin ein sparsames Auto: Ein Drittel (32 Prozent) weil sie einen zukünftigen Anstieg der Preise befürchten. 28 Prozent interessieren sich grundsätzlich nicht für Fahrzeuge mit hohem Verbrauch und bei 24 Prozent kommt aus ökologischen Gründen kein Spritfresser in die Garage. „Nicht zuletzt dürfte auch die Umstellung der Kfz-Steuer-Berechnung im Jahr 2009 einen Impuls in diese Richtung gegeben haben. Schließlich fließt seitdem der CO2-Ausstoß, der direkt mit dem Verbrauch zusammenhängt, in die Berechnung mit ein“, erläutert Michael Gebhardt.

Zum Thema „Spritpreise“ befragte die Innofact AG vom 29. bis 31. Januar 2015 im Auftrag von AutoScout24 bevölkerungsrepräsentativ anhand der Kriterien Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht 1.043 deutsche Autofahrer. Die ausführlichen Umfrageergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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