München, 28.09.2015

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise steigen zum Herbst weiter an

Um ganze 1,2 Prozent stiegen die Preise im Monat September. Der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) kletterte damit auf 17.060 Euro (August: 16.857 Euro). Getrieben wurde die Preisentwicklung vor allem von Klein- und Kompaktwagen sowie Sportwagen.

Erfahrene Käufer wissen, dass die Schnäppchenzeit jedes Jahr spätestens im Herbst vorbei ist. Ebenso warten Verkaufsprofis sehnsüchtig gerade auf diese Wende. Zum Herbstanfang ziehen die Preise nun auch wie erwartet weiter an. Schaut man sich die Daten genauer an, wird klar, dass hier erneut vor allem die bei Händlern und Herstellern beliebten taktischen Zulassungen eine erhebliche Rolle für den Anstieg spielen: Neuwagen, die ohne Kilometer abzuspulen per Kurzzulassung in Gebrauchtwagen verwandelt werden, treiben den Durchschnittspreis für Gebrauchte nach oben. Interessenten dieser Lagerfahrzeuge mit fixer Ausstattung dürfte das egal sein: Sie bekommen quasi ein Neufahrzeug zum Jahreswagenpreis – manchmal auch darunter. Aufpassen muss man nur bei der Garantielaufzeit, denn die beginnt fast immer mit dem Tag der Erstzulassung.

Preisentwicklung: Vier Segmente legten zu – vier verloren

Bei der Preisentwicklung zeigte sich der September zweigeteilt. Den größten Preissprung verzeichneten Sportwagen (+1,8 Prozent) mit klassischen Schönwetterfahrzeugen vom Schlage eines Mercedes-Benz SL oder Jaguar F-Type. Gerade der kaum unter 60.000 Euro angebotene Jaguar wurde als Jahres- oder Vorführwagen auch verstärkt angeboten (+14,3 Prozent). Rund die Hälfte der eingestellten Jaguar Sportwagen gehörten zu dieser Rubrik. Zusammen mit einer höheren Anzahl an hochpreisigen Porsche, BMW und Mercedes-Benz Sportwagen und Roadstern zog das den Preis auf im Mittel 45.001 Euro. Ebenfalls nach oben bewegte sich der durchschnittliche Preis für Kompakt- (+1,7 Prozent auf 15.894 Euro) und Kleinwagen (+1,4 Prozent auf 10.195 Euro). Die langsam aus der Mode kommenden Vans legten dagegen nur um 0,1 Prozent zu (16.340 Euro) und zählen damit im AutoScout24-Gebrauchtwagenportal zur drittgünstigsten Kategorie. In die andere Richtung entwickelten sich die Preise bei der Oberklasse (-1,7 Prozent, 44.345 Euro), der Oberen Mittelklasse (-0,7 Prozent, 27.121 Euro), den SUV/Geländewagen (-0,2 Prozent, 28.340 Euro) und der Mittelklasse (-0,1 Prozent, 19.924 Euro).

Angebotsentwicklung: Überwiegend positiv – Kleinwagen mit Bestandsabbau

Das Angebot ist im September in sieben von acht Kategorien gewachsen. Den stärksten Zuwachs (+3,1 Prozent) verzeichnete das Segment SUV/Geländewagen. Hier standen zwei Crossover-Modelle ganz vorne: Der Nissan Murano (+18 Prozent) gleichauf mit dem BMW X6 (+18 Prozent). Der komfortablere Nissan Crossover taugt dabei besser für den schmaleren Geldbeutel als der sportlicher positionierte und zumeist stärker motorisierte BMW. Dahinter reihte sich mit einem Plus von 2,3 Prozent die Obere Mittelklasse ein – gefolgt von Kompaktklasse (+1,2 Prozent), Sportwagen und Vans (jeweils +1,0 Prozent) sowie Ober- (+0,9 Prozent) und Mittelklasse (+0,7 Prozent). Einzig Kleinwagen entwickelten sich für Verkäufer positiv: Hier war ein Absinken im Bestand von 3,2 Prozent zu verzeichnen, nach minus 4,2 Prozent im Vormonat.

Nachfrageentwicklung: Weniger Interessenten

Die Nachfrage ging im September, anders als im Vorjahr, zurück. Ob das nur eine Folge der Urlaubszeit war oder das Budget bei den Verbrauchern über eine längere Zeit beschränkt bleibt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Am stärksten betroffen waren hier Sportwagen saisonbedingt mit einem Rückgang von 18,2 Prozent. Ein gesteigertes Angebot sorgt eben nicht automatisch für steigendes Interesse bei potentiellen Käufern – schon gar nicht bei gleichzeitig höheren Preisen. Besonders hart traf es beispielsweise den Porsche Boxster (-28,7 Prozent), Mercedes SLK (-26,1 Prozent) oder Nissan 370Z (-22 Prozent). Doch es gab auch Gewinner. So erfreute sich der Subaru BRZ-Zwilling Toyota GT86 (+3,8 Prozent) einer höheren Beachtung als im Vormonat. Mit minus 12,7 Prozent folgten Kleinwagen. Ebenfalls zweistellig büßte die Mittelklasse ein (-10,5 Prozent). Auch der Rest des Feldes musste sich mit sinkender Nachfrage abfinden. Vans verloren 9,8 Prozent, die Kompakten 9,6 Prozent. Es folgten Obere Mittelklasse (-8,9 Prozent) und Oberklasse (-8,2 Prozent). Am Ende in dieser Betrachtung lagen die SUV/Geländewagen (-5,4 Prozent), die trotz Rückgang immer noch als Gewinner in der Gunst der Suchenden dastanden.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im September sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument "AGPI September B2B" zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

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