München, 26.11.2015

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise erreichen Höchststand

Die Preise zogen gegen Jahresende wie erwartet weiter an, wenn auch nicht mehr mit der gleichen Dynamik wie im Vormonat. Mit 1,1 Prozent halbierte der November fast den Anstieg im Vergleich zum Oktober. Trotzdem hat der Durchschnittspreis im AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) mit 17.644 Euro (Oktober: 17.445 Euro) einen neuen Höchststand in 2015 erreicht. Die Nachfrage zog in allen Segmenten an, wobei besonders größere Fahrzeuge gefragt waren. Das Angebot stieg dagegen vor allem bei den Kleinwagen. Weiterhin unauffällig: Angebot, Nachfrage und Preise von Diesel-Modellen aus dem VW-Konzern.

Größere Fahrzeuge standen in der Gunst der Interessenten im November vor allen anderen. Eine mögliche Erklärung: Das weiterhin stabile wirtschaftliche Umfeld könnte manch Suchenden zu einem Update verführen, also ein größeres und damit teureres Fahrzeug suchen lassen. Käufer sollten bei solchen Überlegungen jedoch immer auch mögliche Folgekosten im Auge behalten. Ein größeres Auto ist fast immer stärker motorisiert und somit teurer bei Versicherung und Steuer. Durch das zusätzliche Gewicht ist zudem der Spritverbrauch höher und die Wartung oder die Ersatzteile sind ebenfalls teurer. Wer hierbei keine Bauchschmerzen bekommt sollte allerdings zugreifen. Denn der zumeist höhere Komfort, bessere Ausstattung und Assistenzsysteme sowie mehr Platz und höherer Überholkomfort auf Landstraßen machen die beschriebenen finanziellen Nachteile oft wett. Je nach Einsatzzweck lohnt sich also ein Aufpreis.

Preisentwicklung uneinheitlich: Vier Segmente teurer, vier günstiger

Der November zeigte sich beim Preis zweigeteilt. Bei der Hälfte der acht Klassen stiegen die Preise. So verzeichneten Klein- (+0,9 Prozent, 10.514 Euro) und Kompaktwagen (+0,2 Prozent, 16.263 Euro) ebenso wie die Mittelklasse (+0,5 Prozent, 20.269 Euro) lediglich moderate Aufschläge. Dafür legte die Oberklasse bei der Einpreisung durch die Verkäufer um stolze 2,8 Prozent zu (46.091 Euro). Hier spielt vor allem die 7-Reihe von BMW mit einem Preissprung von 26,6 Prozent eine zentrale Rolle. Durch den Verkaufsstart des neuen Modells im Oktober standen Käufern über zehn Prozent mehr Luxus-BMW zur Auswahl. Viele davon als Leasing-Rückläufer oder als Inzahlungnahme, meist gut gepflegt und mit einer Laufleistung im fünfstelligen Bereich. Preislich in die andere Richtung entwickelten sich dagegen die obere Mittelklasse (-0,4 Prozent, 26.992 Euro) sowie Vans (16.507 Euro) und Sportwagen (46.142 Euro) mit jeweils minus 0,2 Prozent. Der größte Preisnachlass wurde im November potentiellen Käufern von Geländewagen und SUV eingeräumt. Mit minus 1,3 Prozent (28.030 Euro) wurde der Anstieg vom Oktober mehr als wettgemacht – trotz erhöhtem Angebot, gestiegener Nachfrage sowie erstem Schneefall bis ins Flachland.

Angebotsentwicklung: Kleinwagen mit größtem Zuwachs

Bei der Entwicklung eingestellter Fahrzeuge setzten sich im November Kleinwagen an die Spitze (+1,5 Prozent). Insbesondere Mini-Fans durften sich freuen. Schließlich ist das Angebot aufgrund von Modellwechseln bei einigen Varianten des Trend-Mobils besonders stark gestiegen. So standen allein vom Kombi Clubman 45,3 Prozent mehr Fahrzeuge zum Verkauf. Mit respektablem Abstand hinter den Stadtflitzern folgten Geländewagen (+0,5 Prozent) und die Kompaktklasse (+0,4 Prozent). In allen drei Bereichen stellten darüber hinaus Händler erneut zahlreiche Tageszulassungen ein. Zum einen, um das jeweilige Angebot attraktiv zu halten. Zum anderen, um vereinbarte Jahresziele beim Absatz zu erreichen. In diesem Zusammenhang boten und bieten sich für Käufer zum Jahresende hin weiter günstige Alternativen zu frei konfigurierbaren Neuwagen. Lediglich die verkürzte Garantie könnte – je nach Standzeit – für manchen Interessenten einen Hinderungsgrund darstellen. In die restlichen Kategorien wurden im Vergleich zum Oktober weniger Fahrzeuge eingestellt. So sanken die Angebote für Sportwagen um 3,1 Prozent und für die Obere Mittelklasse um 1,5 Prozent. Ebenfalls leichten Bestandsabbau verbuchten die hochpreisige Oberklasse (-0,4 Prozent) sowie Mittelklasse und Vans (je -0,3 Prozent).

Nachfrageentwicklung: Insbesondere teure Fahrzeugsegmente gefragt

Für Verkäufer erfreulich: Die Nachfrage stieg in allen Segmenten. Die Auswertung lässt aber bereits einen Weihnachtsmodus bei Käufern vermuten. So stieg gerade die Nachfrage in den allgemein teureren Segmenten besonders stark: Im Segment Obere Mittelklasse um 7,9 Prozent (die meisten Detailseitenaufrufe erhielt der Audi S6), im Bereich SUV/Geländewagen um 7,2 Prozent (vor allem: Ford EcoSport) und bei der Oberklasse um 6,6 Prozent (im Fokus: Porsche Panamera). Doch eher vernunftorientierte Suchende behielten im November auch die Alternativen unter den klassischen Familienwagen im Fokus. Denn die Nachfrage stieg sowohl bei der Mittelklasse als auch bei den für einige schon abgeschriebenen Vans um 4,0 Prozent. Stärker nachgefragt als im Vormonat waren ebenfalls Kompaktklasse (+2,1 Prozent), Sportwagen (+1,7 Prozent) und Kleinwagen (+0,5 Prozent). Gerade bei Kleinwagen konnte die Nachfrage der Angebotsentwicklung allerdings nicht ganz folgen und bietet Käufern so Verhandlungsspielraum – gerade im Hinblick auf den vorweihnachtlichen Dezember.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im November sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument "AGPI November B2B" zudem weitere Informationen zur Preis und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

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