München, 01.02.2016

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise steigen im Januar geringfügig

Beschaffungskosten jedoch wesentlich höher als vor einem Jahr

Mit 0,2 Prozent stiegen die Preise zum Jahresanfang nur leicht. Für den Anstieg verantwortlich waren überwiegend die teureren Kategorien wie Oberklasse und Sportwagen. Der Durchschnittspreis im AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) lag im Januar bei 18.055 Euro.

Blickt man ein Jahr zurück, zeigt sich ein deutlicher Preisanstieg bei den Gebrauchtwagen. Der Durchschnittspreis im Januar 2016 lag 4,6 Prozent über dem vom Januar 2015. Somit stiegen die Beschaffungskosten für Gebrauchtwagen im Schnitt wesentlich stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise. Das Statistische Bundesamt spricht aktuell lediglich von einer Inflation von +0,3 Prozent.

Preisentwicklung: vier Segmente teurer als im Vormonat, vier günstiger

Preislich zeigte sich auch der Januar wieder zweigeteilt. Mit minus 0,1 Prozent zeigten Kleinwagen (Durchschnittspreis: 10.039 Euro) im Monatsverlauf noch die stabilsten Preise. Mit jeweils minus 0,2 Prozent folgten Kompaktklasse (15.324 Euro) und SUV/Geländewagen (27.664 Euro). Die Preise für Vans nahmen mit minus 0,9 Prozent am meisten ab (16.092 Euro). Hauptsächlich für den Anstieg des Gesamtpreises verantwortlich waren mit ihren Steigerungen somit die verbleibenden vier Kategorien. Hielten sich Verkäufer von Mittelklasse-Fahrzeugen (+0,6 Prozent, 18.912 Euro) und Oberer Mittelklasse (+0,9 Prozent, 24.966 Euro) noch relativ zurück, wurden für Oberklasse (+2,7 Prozent, 42.737 Euro) und Sportwagen (+2,8 Prozent, 45.808 Euro) schon sichtbar mehr aufgerufen. Doch selbst hier konnten flexible Käufer ohne Markenpräferenz noch verbilligte Angebote finden: So fielen zum Beispiel die Preise für einen VW Phaeton im Schnitt um 4,5 Prozent.

Angebotsentwicklung: Nur zwei Segmente legen zu, sechs mit Bestandsabbau

Den stärksten Bestandsaufbau – allerdings auf niedrigem Niveau – verzeichneten zum Jahresstart wie schon im Vormonat SUV und Geländewagen (+0,6 Prozent). Und auch Kleinwagen (+0,2 Prozent) konnten noch ein minimales Angebotsplus einfahren. In allen weiteren Kategorien stand beim Vorzeichen ein Minus: Vans (-0,3 Prozent), Obere Mittelklasse (-0,6 Prozent), Oberklasse (-1,1 Prozent), Mittelklasse (-1,3 Prozent) und Kompaktklasse (-1,5 Prozent). Den höchsten Bestandsabbau verzeichneten mit minus 5,1 Prozent Sportwagen. Aber nur im Durchschnitt. Denn ein Jaguar F-Type war um 37,3 Prozent häufiger im Angebot als noch einen Monat zuvor. Und auch die Angebote für einen Audi R8 stiegen trotz Schnee um 5,3 Prozent.

Gerade bei jungen Gebrauchten bestimmen vorwiegend Modellwechsel und Verkaufspolitik der Händler und Hersteller den Markt. Aktuelles Beispiel: Über alle Klassen hinweg sorgte vor allem Volvo für ein stark erweitertes Angebot seiner Palette. Unter den Top Acht mit den höchsten Steigerungsraten kamen die Hälfte der Modelle aus Schweden: Volvo V40 (+94 Prozent), XC 60 (+36,7 Prozent), XC 70 (+29,9 Prozent) und V 60 (+19,9 Prozent) wurden im Januar verstärkt auf den Markt gebracht. Aber auch Jaguar (2x) und Mercedes-Benz Modelle tauchen in diesen Top Acht auf. Da erscheint ein Dacia Dokker unter all den Premiumfahrzeugen als Paradiesvogel.

Nachfrageentwicklung: Durchweg zweistellige Zuwachsraten

Wie schon zum Jahresstart 2015 stieg die Nachfrage auch dieses Jahr im Januar über alle Klassen hinweg extrem an. Dem Wintereinbruch geschuldet setzten sich jahreszeitbedingt SUV/Geländewagen mit plus 25,4 Prozent an die Spitze. Knapp dahinter reihten sich die familientauglichen Vans mit einem Plus von 24,2 Prozent ein. Mit einigem Abstand folgten trotz derzeit vergleichsweise günstigem Sprit verbrauchsarme Kleinwagen (+21,1 Prozent) sowie die Kompaktklasse (+19,9 Prozent). Die Mittelklasse landete mit plus 17,6 Prozent genauso wie die Obere Mittelklasse (+14,8 Prozent) nur im Mittelfeld. Nicht weiter verwunderlich sind die Platzierungen von Oberklasse (+12,5 Prozent) und Sportwagen (+11,8 Prozent) am Ende des Feldes – trotz ebenfalls zweistelligem Nachfrageanstieg. Schließlich waren diese beiden Segmente bei den Preissteigerungen im Januar ganz vorne dabei.

Bereits 2010 führte AutoScout24 den Gebrauchtwagen-Preis-Index ein. Seitdem wurde er stets optimiert. Auch für das Jahr 2016 wurden leichte Adaptionen vorgenommen, um aktuelle Marktentwicklungen zu reflektieren: Die Standzeiten haben sich verkürzt, weshalb der Filter hinsichtlich des Inseratalters auf 18 Wochen heruntergesetzt wurde. Die Preisentwicklung für 2015 wurde mit diesem adaptierten Filter neu berechnet, um eine direkte Vergleichbarkeit mit den Vormonaten zu gewährleisten.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im Januar sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument "AGPI Januar B2B" zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in einzelnen Alterssegmenten.

Über AutoScout24

AutoScout24 ist ein führendes europäisches online Automobil-Anzeigenportal. Der Marktplatz ermöglicht es seinen Kunden, sich den Traum vom eigenen Auto einfach, effizient und stressfrei zu erfüllen. Auf AutoScout24 können Händler und Privatverkäufer Anzeigen für Gebraucht- und Neuwagen schalten. In Deutschland genießt AutoScout24 in seiner Zielgruppe eine einzigartige gestützte Markenbekanntheit von 95 Prozent.

AutoScout24 gehört zur Scout24-Gruppe. Diese betreibt führende Online-Marktplätze für Immobilien und Automobile in Deutschland und anderen ausgewählten europäischen Ländern.

AutoScout24-Pressemeldungen als RSS-Feed abonnieren

Pressestelle AutoScout24

Telefon: 089-44456-1185
E-Mail: presse@autoscout24.de

Mehr zu AutoScout24

Unternehmensportrait

AutoScout24 stellt sich vor: Wer wir sind, woher wir kommen und was wir tun.
Mehr