München, 28.04.2016

AutoScout24 AGPI B2B: Merklicher Preisrückgang im April

Anders als in den Vormonaten fiel der Durchschnittspreis im April deutlich. Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) zeigt mit 1,5 Prozent einen deutlichen Preisrückgang auf 18.093 Euro (März: 18.360 Euro). Dies liegt vor allem an den Youngtimern, die im April mit über zehn Prozent angebotsseitig stark zugenommen haben und im Preis um 5,5 Prozent sanken.

„Der Automarkt ist dieses Jahr weiterhin positiv zu bewerten. Trotz jährlichem Trend Richtung Sommer-Preistief liegt der Durchschnittspreis vom April noch über dem Januar-Wert. Und der Abstand zum Vorjahresmonat legte nochmals zu“, sagt Stephan Spaete, Senior Vice President Sales & Operations. „Für ein gutes Geschäftsklima spricht auch die Entwicklung bei den bis zu einjährigen Gebrauchten inklusive Tageszulassungen: Seit Jahresbeginn sinkt das Angebot wieder kontinuierlich. Die verstärkten Nachlässe für Neuwagen scheinen also Wirkung zu zeigen.“

Preisentwicklung: Alterssegmente legten zu – nur Youngtimer verloren

Wie schon im Vormonat sank der allgemeine Durchschnittspreis vor allem wegen einer Angebotsverschiebung weg von teuren einjährigen hin zu günstigen älteren Gebrauchten – insbesondere Youngtimern. Für bis zu zwölf Monate alte Gebrauchtwagen wurden 0,6 Prozent mehr verlangt (Durchschnittspreis: 26.804 Euro). Autos im Alter von ein- bis drei Jahren stiegen mit plus 1,1 Prozent im April am stärksten (25.097 Euro). Fahrzeuge dieser Altersklasse überschritten damit erstmals die 25.000 Euro Marke. Die Preise für drei- bis fünfjährige Gebrauchte kletterten um 0,1 Prozent (18.544 Euro). Gebrauchte im Alter von fünf- bis zehn Jahren wurden um 0,2 Prozent höher eingepreist (11.513 Euro). Mit plus 0,1 Prozent waren Fahrzeuge im Alter von zehn bis 20 Jahren im April ebenfalls nur unwesentlich teurer (4.421 Euro). Für den gesunkenen AGPI-Durchschnittspreis waren demnach vor allem Youngtimer zwischen 20 und 30 Jahren verantwortlich: Um 5,5 Prozent gesunkene Preise (6.170 Euro) trafen hier auf ein zweistelliges Angebotswachstum. Oldtimer (ab 30 Jahre) legten mit plus 1,0 Prozent auf 26.227 Euro zu und verteidigten als zweitteuerste Kategorie erfolgreich ihren Platz hinter den einjährigen Gebrauchtwagen.

Angebotsentwicklung: Weiterhin Abbau bei jungen Gebrauchtwagen

Auf der Angebotsseite verzeichneten die bis zu einem Jahr alten Gebrauchtwagen inklusive Tageszulassungen erneut den stärksten Rückgang (-5,1 Prozent). Dies könnte an den derzeit hohen Prämien bei den Neuwagen liegen, die vermehrt Kunden anzulocken scheinen. Leichten Bestandsabbau verbuchten ebenfalls die drei bis fünf Jahre alten Gebrauchten (-1,4 Prozent). Alle weiteren Alterskategorien verzeichneten hingegen einen Zuwachs: Die Ein- bis Dreijährigen (+1,0 Prozent) ebenso wie die fünf bis zehn Jahre alten Gebrauchtwagen (+5,2 Prozent). Noch stärker wuchs das Angebot bei den zehn bis 20 Jahre alten Fahrzeugen (+8,2 Prozent). Mit einem zweistelligen Anstieg setzten sich diesmal die Youngtimer an die Spitze beim Angebotswachstum (+10,5 Prozent). Auch diese Entwicklung stützt die Theorie, dass die vielen Tauschboni-Aktionen der Hersteller gerade Besitzern älterer Fahrzeuge überzeugend genug erscheinen, um sich von ihrem alten Auto zu trennen. Die Alterskategorie ab 30 Jahren vermochte ebenfalls zu glänzen: Solide 3,8 Prozent mehr Oldtimer unterschiedlichster Preisklassen standen den kaufwilligen Interessenten im April zur Auswahl.

Nachfrageentwicklung: Nachfrage steigt – besonders nach Young- und Oldtimern

Aufgrund der zuvor erwähnten Angebote im Neuwagenbereich litt im April vor allem die Nachfrage nach jungen Gebrauchten im Alter von bis zu zwölf Monaten (-3,7 Prozent). Denn alle anderen Alterssegmente legten dank der Frühjahrsbelebung teils erheblich zu. So verbuchten ein- bis dreijährige Fahrzeuge eine Steigerung um 3,9 Prozent. Um 1,9 Prozent stieg die Nachfrage bei den drei bis fünf Jahren alten Gebrauchtwagen. Fünf- bis zehnjährige Gebrauchtfahrzeuge wurden um 6,6 Prozent mehr nachgefragt, Gebrauchte im Alter von zehn- bis 20 Jahren um 9,6 Prozent. Spitzenreiter bei den Suchenden waren die bereits zu Jahresbeginn stark nachgefragten Youngtimer (zwischen 20 und 30 Jahren) mit 18,5 Prozent. Knapp dahinter folgten mit einem Anstieg um 18,1 Prozent die Oldtimer ab 30 Jahren. Hier scheint das Klassiker-„Jagdfieber“ trotz stetig steigender Preise nun endgültig einen erweiterten Interessentenkreis erfasst zu haben. Die gute Konjunktur lässt viele nach attraktiven Anlageformen suchen.

Weitere Daten zum Gebrauchtwagenmarkt im April sowie die Kurvengrafik im Format 16:9 finden Sie in den angehängten Dateien. Die Infografik können Sie in Druckauflösung in unserem Pressebereich herunterladen und kostenfrei publizieren. Unter diesem Link finden Sie im Dokument AGPI - April B2C zudem weitere Informationen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in den einzelnen Fahrzeugsegmenten.

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