München, 13.06.2017

Frauen brauchen im Auto keinen Gentleman

Alte Rollenbilder haben beim Autofahren ausgedient / Eine sichere Fahrt ist dem Partner am wichtigsten

Der Mann öffnet der Frau die Autotür und setzt sich dann selbstverständlich auf den Fahrersitz? Rollenmuster wie diese haben beim Autofahren ausgedient. Vor allem Frauen können männlicher Autofahr-Ritterlichkeit heute nichts mehr abgewinnen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage* von AutoScout24, dem europaweit größten Online-Automarkt. Demnach sind Sicherheitsaspekte den deutschen Autofahrern eindeutig wichtiger.

Nur acht Prozent finden, dass der Mann fahren sollte, wenn er und sie gemeinsam unterwegs sind. Auch als Autofahrkavalier ist das starke Geschlecht nicht mehr gefragt: Nur 19 Prozent der deutschen Autofahrer halten es beispielsweise für selbstverständlich, dass der Mann der Frau die Autotür öffnet. Stattdessen stimmen 62 Prozent der Befragten dieser These zu: Bei längeren Strecken sollten sich Mann und Frau beim Fahren abwechseln. Autofahren als Domäne des Mannes? Diese Praxis hat ausgedient!

Männer können nur schwer von Gentlemanrolle lassen

Interessant ist, dass Männer stärker an den alten Rollenmustern festhalten als Frauen. So ist für neun Prozent der männlichen Fahrer klar, dass sie sich ans Steuer setzen, wenn sie mit ihrer Partnerin unterwegs sind. Doch nur sieben Prozent der Frauen glauben an diese Praxis. Er hält ihr gentlemanlike die Autotür auf? 27 Prozent der Männer glauben, dass sich das so gehört. Doch die meisten Frauen schütteln den Kopf: Nur elf Prozent erwarten, dass man ihnen beim Einsteigen behilflich ist. Und während nur 60 Prozent der Herren der Meinung sind, dass Männer und Frauen sich auf langen Fahrten abwechselnd ans Steuer setzen sollten, sind 65 Prozent der Damen dieser Ansicht. „Die Emanzipation hat das Autofahren längst erreicht“, sagt Marion Modes, Pressesprecherin von AutoScout24. „Die Aufgabenverteilung bei Paaren richtet sich meist nur noch danach, wer gerade Fahrer und Beifahrer ist.“

Sicherheit wichtiger als Ritterlichkeit

Das Thema Sicherheit ist Paaren, die gemeinsam unterwegs sind, am wichtigsten. So sind 85 Prozent der Meinung, dass der Fahrer bzw. die Fahrerin nicht zu dicht auffahren und drängeln sollte. Auch auf regelmäßige Pausen legen 71 Prozent Wert. Und fast genauso viele (70 Prozent) sind der Meinung, dass Fahrer bzw. Fahrerin mit einer Geschwindigkeit fahren sollten, die dem Beifahrer keine Angst macht.

Doch auch der Beifahrer hat seine Aufgaben. So sind Zweidrittel (66 Prozent) der Befragten der Meinung, dass der Beifahrer bei Navigation und Parkplatzsuche helfen sollten. Und 42 Prozent sehen es als die Aufgabe des Copiloten, den Fahrer während der Fahrt mit Essen und Trinken zu versorgen – natürlich unabhängig davon, ob Mann oder Frau am Steuer sitzen.

* Zum Thema „Emanzipation im Auto“ befragte die Innofact AG vom 29. bis 31. Mai 2017 im Auftrag von AutoScout24 1.025 Autofahrer, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich des Alters (18-65 Jahr) und Geschlechtes quotiert. Mehrfachantworten waren möglich. Die ausführlichen Umfrageergebnisse erhalten Sie auf Anfrage unter presse@autoscout24.com.

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