München, 31.07.2018

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise steigen wieder

Ferienmonat Juli mit mehr Bestand und weniger Suchenden

Fallende Preise gehören seit Juli der Vergangenheit an. Der monatliche AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) stieg erstmals seit März dieses Jahres wieder an; um 0,5 Prozent auf 19.823 Euro. Bis zum Jahresende werden die Preise nun erfahrungsgemäß weiter steigen. Im Ferienmonat Juli kletterten die Angebotspreise besonders bei Modellen der Oberen Mittelklasse, aber auch bei Sportwagen, Kompaktklasse und Vans überdurchschnittlich. Gleichzeitig stieg der Bestand und damit die Auswahl in vier von acht Kategorien, wohingegen die Seitenaufrufe urlaubsbedingt stark abnahmen.

„Wie schon in den vergangenen Jahren brachte der Juli die Trendwende. Ab sofort müssen sich Verbraucher wieder auf steigende Gebrauchtwagenpreise einstellen“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Senior Vice President Product & Marketing bei Scout24. „Kleiner Trost: Durch die gestiegenen Bestände gibt es eine große Auswahl an passenden Fahrzeugen – und dank der Urlaubszeit weniger Konkurrenz von potenziellen Autokäufern.“

Durchschnittspreise: Obere Mittelklasse mit höchstem Preissprung

Wie jedes Jahr im Juli drehte auch diesmal der AGPI pünktlich zur Sommerferien-Saison wieder leicht ins Plus. Am stärksten stiegen die Preise in der Kategorie Obere Mittelklasse (+3,8 Prozent, Durchschnittspreis: 27.553 Euro). Wer trotz des Preisanstiegs sparen möchte, sollte nach einem Audi S6/RS6, Volvo S80/V90 oder einem Modell der Lexus GS-Serie Ausschau halten. Diese Modelle wurden nämlich durchweg günstiger. Nicht so Sportwagen. Der Durchschnittspreis stieg um 1,4 Prozent auf im Schnitt 48.718 Euro. Etwas geringer fiel der Preisanstieg in der Kompaktklasse (+0,9 Prozent, 15.973 Euro) und den Vans aus (+0,8 Prozent, 17.131 Euro).

Kleinwagen folgten mit einem Plus von 0,5 Prozent (10.235 Euro) vor dem Boom-Segment SUV/Geländewagen (+0,3 Prozent, 27.773 Euro). Ohne Preisänderungen beendete die gesamte Mittelklasse den Monat (20.756 Euro). Einzig Fahrzeuge der Oberklasse verloren 0,3 Prozent und wurden durchschnittlich mit 44.430 Euro eingepreist. Aber nicht alle Besitzer von Luxusmodellen senkten den Preis: Jaguar XJ, BMW 6-Reihe oder Maserati Quattroporte wurden sogar deutlich teurer. Die Angebotspreise bei den drei genannten Modellen legten zwischen 2,7 und 5,3 Prozent zu.

Angebot: Teils mehr, teils weniger Autos in den Fahrzeugsegmenten

Beim Angebot legten Kleinwagen (+1,8 Prozent) und Obere Mittelklasse (+1,4 Prozent) ebenso zu wie Kompaktklasse (+1,1 Prozent) und das Segment SUV/Geländewagen (+1,0 Prozent). Spitzenreiter in den Segmenten waren Suzuki Celerio (+30,8 Prozent), Audi A6 allroad (+29,3 Prozent), Mazda 3 (+25,0 Prozent) und der kompakte SUV-Crossover Toyota C-HR (+29,0 Prozent).

Weniger Fahrzeuge standen Interessenten im Bereich Oberklasse (-2,3 Prozent), Vans (-0,9 Prozent), Mittelklasse (-0,8 Prozent) und Sportwagen (-0,4 Prozent) zur Verfügung. Wobei selbst hier einige Ausreißer mit größerem Angebot auf sich aufmerksam machten: So stiegen entgegen dem Klassentrend die Bestände beim Tesla Model S (+12,0 Prozent), beim Kastenwagen-Van Fiat Fiorino (+34,1 Prozent), eines als Limousine und Kombi angebotenen Renault Talisman (+15,4 Prozent) sowie des uramerikanischen Sportwagens Chevrolet Camaro (+22,1 Prozent) zweistellig an.

Beliebtheit: Weniger Suchende bieten Daheimgebliebenen Chancen

Der Haupturlaubsmonat Juli machte sich durch sinkende Seitenaufrufe bemerkbar. Insbesondere Oberklasse und Obere Mittelklasse verloren über 40 Prozent an Interessenten (-41,9 bzw. 40,4 Prozent). Doch auch die Fahrzeuge aus anderen Klassen litten unter der Sommerhitze – oder besser unter der Abwesenheit potentieller Käufer. So verloren Mittelklasse (-37,7 Prozent) und Sportwagen (-36,9 Prozent) ebenso wie Kompaktklasse (-35,5 Prozent), Kleinwagen (-35,0 Prozent) oder die ansonsten so beliebten SUV und Geländewagen (-32,5 Prozent).

Erstaunlicherweise behauptete sich im Segment der SUV-Geländegänger ein 4x4-Modell aus längst vergangenen Dreck- und Schlamm-Zeiten: der Lada Niva, dessen Nachfrage im Juli um 18,5 Prozent anstieg. Auch das Schwestermodell des Volvo V70, der höhergelegte Allrad-Kombi Volvo XC70, verzeichnete 8,5 Prozent mehr Seitenaufrufe. Und von wegen kernige Geländewagen hätte in Zeiten der SUV-Epidemie keine Fangemeinde mehr: Selbst ein vor der Ablösung stehender Suzuki Jimny, dessen Nachfolger von den Medien schon als kleine Mercedes G-Klasse gefeiert wird und seinem Vorbild optisch im positiven Sinne wahrlich nahekommt, vereinte 4,5 Prozent mehr Seitenaufrufe auf sich. Ebenso wie raumstrotzende Familienvans, die trotz Minus noch am beliebtesten waren. Sie verloren nur 29 Prozent und markierten damit den geringsten Rückgang aller Fahrzeugklassen.

Die vollständige AGPI Entwicklung finden Sie in der Infografik zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung.

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