München, 30.08.2018

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise machen erneut einen Sprung

Höhere Preise treffen auf sinkenden Bestand / Zuwachs bei Tageszulassungen

Die Preise klettern weiter. Erneut stieg der monatliche AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) um 0,8 Prozent auf 19.973 Euro an. Im August stiegen die Angebotspreise bei Modellen der Oberen Mittelklasse fast dreimal so stark wie der Markt. Aber auch Sport- und Kleinwagen lagen mit ihren Preissteigerungen über dem Durchschnitt. Je nach Klasse waren allerdings auch Schnäppchen drin.

„Steigende Gebrauchtwagenpreise sind für diese Jahreszeit nichts Außergewöhnliches“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Senior Vice President Product & Marketing bei Scout24. „Der Zuwachs an Tageszulassungen allerdings schon. Diese werden verstärkt als junge Gebrauchte angeboten. Vorteil für Gebrauchtwagenkäufer: Mit diesen verkappten Neuwagen sparen sie noch über Jahre Kfz-Steuern, da mit der Umstellung auf die realistischeren WLTP-Verbrauchswerte Anfang September auch die steuerrelevanten CO2-Werte steigen.“

Durchschnittspreise: Obere Mittelklasse mit größtem Preissprung nach oben

Trotz Ferien- und Urlaubszeit zogen die Preise weiter an – wie eigentlich immer im August. Am stärksten in der Kategorie Obere Mittelklasse (+2,3 Prozent, Durchschnittspreis: 28.185 Euro). Dahinter reihen sich Sport- und Kleinwagen mit einem Plus von 1,1 bis 1,5 Prozent ein. Sparwillige freuten sich trotzdem über vereinzelte Preisrückgänge in diesen Kategorien. So wurden bei der Mercedes-Benz SL-Reihe, dem Jaguar XK oder dem Audi R8 zwischen 3,9 und 4,5 Prozent weniger aufgerufen. Selbst wer nach dem Urlaub kleinere Brötchen backen musste, fand als Frischluftfan bei den Kleinwagen interessante Open-Air-Angebote, die trotz allgemeinem Preisanstieg niedriger eingepreist wurden. Dazu zählten beispielsweise das Mini Cabrio (-6,0 Prozent) und der Bruder Mini Roadster (-4,3 Prozent). Der Zweisitzer war allerdings nur relativ kurz von 2012 bis 2015 im Programm.

Diese Lifestyle-Flitzer werden markentypisch jedoch nur selten zum Kleinwagen-Durchschnittspreis von 10.349 Euro angeboten. Das Schicksal teilen sie mit vielen anderen Modellen. Schließlich beträgt die Preisspanne selbst bei gleicher Zuordnung je nach Marke, Modell, Laufleistung und Motorisierung oft einige tausend Euro. Und das gilt auch für Modelle aus dem automobilen Oberhaus. Trotzdem verlangten im August einzig Besitzer von Oberklasse-Modellen insgesamt weniger. Hier sank der Durchschnittspreis um 0,7 Prozent oder rund 320 Euro auf 44.112 Euro.

Insgesamt weniger Fahrzeuge – aber einzelne Modelle mit höheren Beständen

Selbst wenn alle acht untersuchten Fahrzeugklassen zwischen 1,6 und 5,3 Prozent geringere Bestände auswiesen, sollten Kaufinteressenten immer auch auf gegenläufige Trends achten. Denn mit Verweis auf ein großes Angebot sind mit geschickter Verhandlungstaktik durchaus einige hundert Euro extra Preisnachlass drin. Gegen den Trend entwickelten sich im August zum Beispiel die Bestände der VW-Bus Alternative Peugeot Expert (+21,8 Prozent) oder Kleinwagen wie der Suzuki Celerio (+18,2 Prozent), Fiat New Panda (+17,3 Prozent) und DS 3 von Citroens Submarke DS (+13,8 Prozent). Auch vom im Februar optisch überarbeiteten Mini-SUV Ford EcoSport wurden durch den Modellwechsel bedingt 14,3 Prozent mehr Fahrzeuge angeboten.

Und wer Interesse an asiatischen Elektro- und Hybrid-Modellen hatte, durfte sich über eine rund elf Prozent größere Auswahl beim Hyundai Ioniq oder dem siebensitzigen Toyota Prius+ freuen. Bei allen genannten Modellen hatten Käufer also schon aufgrund der Angebotshäufung gute Chancen, beim Preis nachzuverhandeln – oder eben ein anderes Fahrzeug ins Auge zu fassen.

Beliebtheit: Weniger Suchende verringern die Konkurrenz

Neben dem Juli war auch der August geprägt von weniger Seitenaufrufen. Je nach Klasse sank die Beliebtheit zwischen 11,9 Prozent bei Kleinwagen und 24,6 Prozent bei Fahrzeugen der Oberklasse. Schlecht für Verkäufer, gut für Käufer – denn weniger Seitenaufrufe bedeuten weniger Konkurrenz bei der Suche nach dem gebrauchten Traumwagen. Besonders wenig Mitbewerber hatten Suchende im abgelaufenen Monat bei PS-starken Boliden wie Audi S1 (-46,9 Prozent), BMW X6 (-33,0 Prozent) oder auch Audi S6 (-32,8 Prozent). Natürlich gilt auch hier: Ausnahmen sind zwar nicht die Regel, aber durchaus vorhanden. So stiegen die Seitenaufrufe beim Minivan Fiat 500L um 83,3 Prozent. Ebenso beim ersten Jaguar SUV, dem BMW X5 Konkurrenten F-Pace, der um 56,3 Prozent beliebter war als im Vormonat.

Und selbst ein Kleinwagen konnte um die Hälfte mehr Seitenaufrufe auf sich vereinen: Der im Verbund mit Citroen C1 und Toyota Aygo in Tschechien vom Band rollende Peugeot 108. Mit unter einer Tonne Leergewicht und einer Länge von unter 3,5 Metern ist er ein idealer Stadtwagen. Dafür spricht auch ein moderater Alltagsverbrauch der Dreizylinder zwischen fünf und sechs Litern. Und noch ein Detail scheint die Attraktivität des als Drei- oder Fünftürer lieferbaren Stadtknirpses zu erhöhen: ein als Extra verbautes, 80 x 76 Zentimeter großes Stoff-Faltschiebedach. Die Öffnung, die nahezu die gesamte Dachfläche einnimmt, lässt sich per Knopfdruck stufenlos öffnen und schließen – und das bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h.

Die vollständige AGPI Entwicklung finden Sie in der Infografik zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung.

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