München, 09.10.2018

AutoScout24 AGPI B2C: Gebrauchtwagenpreise mit stärkstem Anstieg des Jahres

Im September kletterte der allgemeine Durchschnittspreis wieder über 20.000 Euro / AGPI mit neuem Spitzenwert

Die Preise für Gebrauchtwagen erreichen neue Höhen. Noch nie seit Bestehen wies der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) einen höheren Wert aus. Der Durchschnittspreis für alle angebotenen Pkw stieg im September um 1,1 Prozent auf 20.200 Euro (August: 19.972 Euro). Am stärksten legten Sport- und Kleinwagen zu, die schon im Vormonat zu den Gewinnern zählten. Das Angebot entwickelte sich ebenfalls überwiegend positiv – ebenso wie die Seitenaufrufe, die in einigen Fahrzeugklassen zwischen einem Viertel und einem Fünftel zulegten. Trotz steigender Preise scheint offenbar auch das Interesse an Gebrauchten weiter zu steigen.

„Das vorläufige Allzeithoch läutet den heißen Herbst bei den Gebrauchtwagenpreisen ein“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Senior Vice President Product & Marketing bei AutoScout24. „An Interessenten mangelt es zum Glück für die Verkäufer derzeit trotzdem nicht. Käufer dagegen sollten sich bei weiter steigenden Preisen nicht allzu lange Zeit lassen, ihren Traumwagen zu finden.“

Durchschnittspreise: Nur Obere Mittelklasse preisgünstiger im Angebot

Nach der Urlaubssaison zogen die Preise noch stärker an als die Monate zuvor. Die größten Sprünge machten Sport- und Kleinwagen mit einem Plus von 1,6 bzw. 1,3 Prozent (Durchschnittspreis: 50.243 Euro bzw. 10.485 Euro). Sparen konnten Sportwagen-Interessenten beim Audi TT RS oder R8 sowie Mercedes-Benz AMG GT und den beiden Porsche-Modellen Boxter und 911. Diese wurden im Schnitt zwischen 3,3 und 1,9 Prozent günstiger angeboten. Bei den Kleinwagen führten der von 2003 bis 2005 bei Pininfarina in Italien gebaute zweisitzige Ford Streetka mit Stoffverdeck (-6,6 Prozent) und der Peugeot 107 (-5,0 Prozent) die Schnäppchen-Charts im September an.

Die weiteren Klassen verzeichneten einen Anstieg weit unterhalb von einem Prozent. So bewegten sich die Preissteigerungen bei den Angeboten von Kompakt-, Mittel und Oberklasse ebenso wie Vans und von SUV/Geländewagen in einem Korridor von plus 0,2 bis 0,5 Prozent. Einzig Anbieter von Modellen aus der Oberen Mittelklasse senkten ihre Angebotspreise um 0,1 Prozent auf durchschnittlich 28.143 Euro. Als besonders entgegenkommend erwiesen sich hier Verkäufer des Kombis Volvo V70, die ihre Preise im Schnitt um stolze 10,2 Prozent nach unten korrigierten.

Angebot: Höherer Fahrzeugbestand erweitert die Auswahl für potentielle Käufer

Auch bei der Angebotsentwicklung stachen Sport- und Kleinwagen erneut hervor. Denn es waren im September die einzigen Segmente, die mit weniger Fahrzeugen auf AutoScout24 vertreten waren. Mit minus 1,8 Prozent ging der schwarze Peter dabei eindeutig an die Sportwagen (Kleinwagen: -0,5 Prozent). Alle anderen Klassen boten den Interessenten hingegen ein erweitertes Angebot. Zwischen zwei und drei Prozent stieg der Bestand bei Mittel-, Obere Mittel- und Oberklasse sowie den ungebrochen begehrten SUV und Geländewagen.

Spitzenreiter in den einzelnen Segmenten waren der BMW 3er-Mittelklassenrivale Infiniti Q50 (+25,4 Prozent) aber auch der Mercedes-Benz-E-Klasse-T-Modell-Konkurrent Volvo V90 (+9,8 Prozent). In der Oberklasse tauchten vermehrt Angebote der viertürigen Sportlimousine Maserati Quattroporte (+10,2 Prozent) auf, bei den SUV/Geländewagen Modelle der Lexus NX-Reihe (+18,3 Prozent) und des Hardcore-Geländegängers Jeep Wrangler (+16,6 Prozent). Hintergrund: Vom Wrangler wurde im September das Nachfolgemodell offiziell präsentiert – optisch modernisiert, aber nicht grundlegend verändert. Die auch technischen Verbesserungen scheinen das Zielpublikum zu überzeugen. Nur zwischen ein und 1,7 Prozent wuchs hingegen der Bestand bei Vans und Kompaktwagen.

Beliebtheit: Bis zu einem Viertel mehr Interessenten waren auf der Suche

Nach den zwei schwächeren Urlaubsmonaten ging die Zahl der Seitenaufrufe im September wieder steil nach oben. Lediglich Sportwagen trübten mit plus 3,4 Prozent bei den Seitenaufrufen etwas die Bilanz. Je nach Klasse stieg aber ansonsten die Beliebtheit zwischen 15,2 Prozent bei Fahrzeugen der Oberklasse bis hin zu 24,8 Prozent bei Kleinwagen. Regelrecht überrannt wurden Anbieter des pragmatischen Fiat New Panda (+87,5 Prozent) – aber auch des ehemaligen Smart-Widersachers Toyota iQ (+74,2 Prozent), der zeitweise von Aston Martin gepimpt als Cygnet verkauft wurde.

Während es beim aktuellen Panda aufgrund vieler günstig verfügbarer Tageszulassungen durchaus einen Grund dafür gibt, darf man sich beim ab 2008 angebotenen Toyota-Mini doch wundern. Schließlich wurde er einst aufgrund wenig überzeugender Verkaufszahlen 2015 ohne Nachfolger eingestellt. Doch knapper Parkraum in den Ballungsräumen sowie ein im Gegensatz zu den Neupreisen moderateres Preisniveau, scheinen den viersitzigen Drei-Meter-Zwerg wieder attraktiv wirken zu lassen. Aber das Schicksal, seiner Zeit voraus zu sein, teilt der Toyota mit dem Audi A2.

Die vollständige AGPI Entwicklung finden Sie in der Infografik zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung.

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